Christoph Maria Herbst über Klima-Demos

Der Schauspieler befürwortet die «Fridays for Future»-Demonstrationen. Doch diese sollten Schüler nicht nutzen, um dem Unterricht fernzubleiben.
| dpa
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Der Schauspieler Christoph Maria Herbst hält nichts vom Schuleschwänzen.
Henning Kaiser/dpa Der Schauspieler Christoph Maria Herbst hält nichts vom Schuleschwänzen.

Köln - Der Schauspieler Christoph Maria Herbst (53, "Stromberg") findet die "Fridays for Future"-Demonstrationen für mehr Klimaschutz "super" - aber nicht, dass sie während der Schulzeit stattfinden.

"Es gibt eine Schulpflicht in Deutschland, und da kann man jetzt nicht einfach jede Woche Religion oder Sport schwänzen und stattdessen demonstrieren", sagte er der Deutschen Presse-Agentur in Köln. Etwas anderes sei es, wenn der Lehrer oder die Lehrerin vielleicht sogar mitgehe und die Kundgebung als gelebte Gesellschaftskunde begreife.

Die Demos selbst seien eine fantastische Sache. "Dass gerade diejenigen auf die Straße gehen, die es am Ende viel stärker betreffen wird als uns, die wir schon auf die 60 zugehen, das ist toll."

Herbst kritisierte in diesem Zusammenhang eine Äußerung von FDP-Chef Christian Lindner, der unter anderem gesagt hatte: "Von Kindern und Jugendlichen kann man nicht erwarten, dass sie bereits alle globalen Zusammenhänge, das technisch Sinnvolle und das ökonomisch Machbare sehen. Das ist eine Sache für Profis." Das so zu sagen, sei ziemlich arrogant, meinte der "Stromberg"-Darsteller. "Das ist Hybris. So geht man nicht mit dem Wähler von morgen um."

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