Chris Brown: Zwölf Monate auf Bewährung wegen Nachtclub-Attacke

Ein Londoner Gericht hat Chris Brown zu zwölf Monaten auf Bewährung verurteilt. Der R&B-Star hatte im Februar 2023 in einem Nachtclub einen Musikproduzenten mit einer Tequila-Flasche attackiert.
(eyn/spot) |
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Chris Brown auf dem Weg zu seinem Gerichtstermin am Montag.
Chris Brown auf dem Weg zu seinem Gerichtstermin am Montag. © IMAGO/FAMOUS

US-Sänger Chris Brown (37) ist wegen eines Angriffs in einem Londoner Nachtclub zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden. Das Gericht verhängte acht Monate Haft, setzte sie aber für zwölf Monate zur Bewährung aus. Ins Gefängnis muss der Musiker damit nicht. Richter Tony Baumgartner verkündete das Urteil am Montag am Southwark Crown Court, wie unter anderem die BBC berichtet.

Zweimal am Kopf getroffen

Am 19. Februar 2023 war Brown gegen drei Uhr morgens im VIP-Bereich des Clubs Tape in Mayfair auf den Musikproduzenten Abraham "Abe" Diaw zugegangen. Auf Überwachungsvideos, die im Gerichtssaal gezeigt wurden, schlägt der Sänger viermal mit einer Tequila-Flasche zu und trifft Diaw zweimal am Kopf. Die Staatsanwältin sprach von einem "eindeutig gefährlichen" Einsatz einer schweren Flasche. Diaw musste nach der Attacke unter anderem mit einem Kopftrauma im Krankenhaus behandelt werden.

Mit auf der Anklagebank saß Browns Gesangscoach Omololu Akinlolu, ein 40-jähriger Rapper aus Florida. "Sie setzten ihren Angriff fort, während das Opfer versuchte, durch den Club zu fliehen", erklärte die Anklagebehörde CPS. Diaw sei wehrlos am Boden weiter getreten worden. Den Tritt ordnete der Richter Akinlolu zu, der mit vier Monaten auf Bewährung davonkam.

Kein Promi-Bonus

Der Richter verwies in seiner Urteilsbegründung auf zwei ältere Gewaltdelikte Browns aus den Jahren 2009 und 2013. Zugunsten des vierfachen Vaters wertete er, dass er seine Kautionsauflagen eingehalten habe und sein Rückfallrisiko als gering gelte. Wegen seines Ruhms und seines kommerziellen Erfolgs stehe dem Rapper aber keine Sonderbehandlung zu.

Brown hatte sich bereits im Juli des Delikts "affray" schuldig bekannt, das im britischen Recht die Anwendung oder Androhung von Gewalt gegen andere umfasst. Seine Anwältin sprach von einem "hässlichen" Vorfall, der höchstens 20 Sekunden gedauert habe. Ihr Mandant entschuldige sich zutiefst bei allen, die damals im Club waren. Schwerere Vorwürfe wie versuchte schwere Körperverletzung ließ die Anklage daraufhin fallen.

Festnahme erst zwei Jahre später

Nach der Tat hatten Chris Brown und Abe Diaw Großbritannien verlassen. Festgenommen wurde Brown erst im Mai 2025, als er für ein Konzert in Manchester zurückkehrte. Gegen eine Sicherheitsleistung von fünf Millionen Pfund durfte er seine Welttournee fortsetzen.

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