Cher verwirrt bei den Grammys

Die Grammy-Verleihung 2026 dürfte vielen nicht nur wegen der Musik im Gedächtnis bleiben. Auch Cher (79) sorgte am Sonntagabend (Ortszeit) für Aufsehen: Mit einer Reihe kurioser Pannen amüsierte und irritierte die Pop-Ikone das Publikum gleichermaßen, wie unter anderem "Variety" und "Today" berichten.
Die 79-jährige Cher hatte gerade ihre Dankesrede zum Lifetime Achievement Award beendet und wollte die Bühne bereits verlassen. "Ich schätze, ich soll jetzt abtreten", kommentierte sie trocken. Doch Moderator Trevor Noah (41) hielt sie zurück und erinnerte sie daran, dass sie noch einen wichtigen Preis überreichen sollte: "Record of the Year". Mit einem Augenzwinkern fügte er hinzu, er könne das zwar selbst übernehmen - verfüge jedoch nicht über die gleiche Erfolgsbilanz wie sie.
Verwirrung um den Teleprompter
Was folgte, war Live-Fernsehen in seiner reinsten Form. Cher präsentierte die Nominierten, vergaß dann aber offenbar, den Umschlag mit dem Gewinnernamen zu öffnen. Stattdessen blickte sie suchend zum Teleprompter. "Oh", lachte sie schließlich, "man hat mir gesagt, es würde auf dem Prompter stehen".
Als sie den Umschlag endlich öffnete, wurde es erst richtig kurios. Mit sichtlicher Begeisterung verkündete sie: "Der Grammy geht an... Luther Gandross!" Das Publikum stutzte. Gemeint war offenbar Luther Vandross - der legendäre R&B-Sänger, der 2005 verstorben ist. Der tatsächliche Gewinner war jedoch Kendrick Lamar, dessen Hit "Luther" zusammen mit SZA den begehrten Preis einheimste.
Die Kamera schwenkte auf den sichtlich amüsierten Rapper, während Cher ihren Fehler bemerkte. "Kendrick, nein! Kendrick Lamar!", rief sie und korrigierte sich hastig. Lamar nahm die Verwechslung sportlich und würdigte in seiner Dankesrede ausführlich den verstorbenen Soul-Sänger, nach dem sein Song benannt ist.
"Das ist es, worum es in der Musik geht: Luther Vandross", erklärte der Rapper auf der Bühne. "Das ist etwas Besonderes für mich, denn er ist einer meiner Lieblingskünstler aller Zeiten." Auch Produzent Sounwave ehrte den Namensgeber: "Zuallererst möchte ich dem großartigen, verstorbenen Luther Vandross danken."
In den sozialen Netzwerken wurde Chers Auftritt durchaus begeistert kommentiert. Eine X-Userin schrieb: "Cher hat gerade bewiesen, dass sie immer noch macht, was sie will, einschließlich ihres Versäumnisses, die Nominierten zu nennen und ihrem Abgang von der Bühne. Eine Ikone." Auch wurde die Sängerin verteidigt: "Bevor jemand anfängt: Das ist die verdammte Göttin des Pop, die seit 60 Jahren in der Musikbranche tätig ist. Zeigt etwas Respekt gegenüber Cher."