"Checker Tobi" wird 40: Wie Tobias Krell Kindern die Welt erklärt

Mit seiner Kindersendung "Checker Tobi" ist Tobias Krell (40) bei der jüngeren Generation ein echter Star. Doch wie tickt der Moderator eigentlich privat?
Tobias Krell wurde in Mainz geboren und wuchs in Wöllstein, Rheinland-Pfalz, auf. Nach dem Abitur studierte er Soziologie und Politikwissenschaft an der Universität Münster sowie Medienwissenschaft an der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf in Potsdam. Schon früh arbeitete er für das ZDF und den BR, bevor er mit dem KiKA-Format seine wahre Berufung fand. Seit 2013 steht der Name "Checker Tobi" für Wissensneugier, Nachhaltigkeit und eine positive Sicht auf die Welt.
Der 40-Jährige hat das Bildungsfernsehen für Kinder auf ein neues Level gehoben. Ob Explosionen, Mülltrennung oder Klimawandel - der coole Tobi erklärt komplexe Themen so, dass Kinder (und oft auch Erwachsene) sie verstehen und Spaß dabei haben. Das Konzept funktioniert auch auf der großen Leinwand. Die Dokumentarfilme "Checker Tobi und das Geheimnis unseres Planeten" (2019), "Checker Tobi und die Reise zu den fliegenden Flüssen" (2023) und "Checker Tobi 3 - Die heimliche Herrscherin der Erde" (2026) lockten Hunderttausende Familien ins Kino.
Keine Angst vor schweren Themen
"Wir sind mit der Pandemie tatsächlich noch mal größer geworden", erklärte Krell im Januar seinen Erfolg in der WDR-Talkshow "Kölner Treff". Denn während der Homeschooling-Phase hätten auch viele Lehrkräfte auf die Sendung zurückgegriffen. Generell setzt er auf Themen, auf die er selbst "Bock" hat. Wichtig findet er dabei, dass er seinem jungen Publikum auch eigene Ängste offenbart, etwa wenn es darum geht, den Sprung vom Zehn-Meter-Brett zu wagen - oder eben auch nicht.
Auch bei schweren Themen wie Tod, Krebs und Krieg will er die Kinder an die Hand nehmen, die Kinder bekämen "sowieso viel mit". Solche Themen mache die Redaktion sogar besonderes gerne, da sie einen wirklichen Mehrwert hätten. "Also der Bauernhof-Check ist auch cool und macht Freude. Aber ich habe gerade nach dem Krebs-Check von so vielen Eltern Nachrichten bekommen von wegen: Du hast uns mit der Sendung geholfen, weil wir haben gerade einen Krebsfall in der Familie. Wir wussten auch nicht so richtig, wie sollen wir das mit unseren Kindern besprechen. Wir haben die Sendung geguckt und darüber geredet." Das sei "natürlich ein tolles Kompliment".
Nicht müde wird Tobias Krell mit seinen Appellen zur richtigen Mediennutzung, über die seiner Meinung nach in der Gesellschaft viel zu wenig gesprochen werde. Dabei müsse man den Kindern unbedingt beibringen, wie man Medien nutzt und konsumiert und wie sie damit umgehen, wenn ein Thema sie dabei überfordert. In seiner Sendung ermutigt er oft dazu, das Gespräch mit Freunden oder Eltern zu suchen.
Überraschung: "Checker Tobi" ist Vater geworden
Zurückhaltender wird der 40-Jährige allerdings, wenn es um sein Privatleben geht. Bekannt ist, dass er in München lebt, sich für Umwelt- und Bildungsprojekte engagiert und in seiner Jugend leidenschaftlich gern geturnt hat. Im N-JOY-Podcast "Deutschland3000 mit Eva Schulz" gab er im Dezember überraschend ein weiteres privates Detail preis: "Ich bin kürzlich Vater geworden, vor nicht allzu langer Zeit." Das hat für den Fernsehstar einiges verändert. "Es ist glaube ich eine neue Art von Verantwortung, die ich spüre oder so eine neue Art von Sorge für ein anderes Wesen. Ich würde das nicht mit erwachsen werden oder so gleichsetzen, sondern es ist einfach lebensverändernd natürlich."
Vielleicht erhält er durch die private Aufgabe ja auch neue Inspiration für seine Arbeit, für die er bereits mehrfach ausgezeichnet wurde. Erst am 22. Dezember 2025 erhielt er etwa für "seine innovative Wissensvermittlung im Kinderfernsehen sowie sein Engagement für Umweltschutz und soziale Themen" den Bayerischen Verfassungsorden. Auch nach mehr als einem Jahrzehnt ist Krell noch begeisterter Wissensvermittler. "Ich muss mich nicht verstellen und den begeisterten Typen spielen", betonte er im "Kölner Treff". Das Arbeiten mit seinem "fantastischen Team" mache immer Spaß. "Und ohne mich bei den Kindern einschleimen zu wollen, aber Kinder als Publikum, als Zielgruppe, sind schon auch in einem besonderen Maße cool, weil sie wahnsinnig begeisterungsfähig sind, und wenn sie von was Fan sind, dann feiern sie es richtig ab. Und das ist bei unseren Sendungen fast immer der Fall."