Charles III. und Donald Trump: Weißes Haus spricht von zwei Königen
Es sind nur zwei Worte, die aber vieles sagen. Während König Charles III. (77) bei einem Staatsbesuch in den Vereinigten Staaten eine historische Rede vor dem US-Kongress gehalten hat, schreibt das Weiße Haus in den sozialen Medien von seinem ganz eigenen König. Unter anderem auf dem offiziellen Account bei Instagram wurden Bilder von Charles an der Seite von US-Präsident Donald Trump (79) veröffentlicht. Das Weiße Haus schreibt dazu: "Zwei Könige", garniert mit einem Kronen-Emoji.
König Charles III. auf den Spuren seiner Mutter
Charles' Rede war historisch, da er erst der zweite amtierende britische Monarch ist, der vor dem US-Kongress auf diese Weise gesprochen hat. Vor nicht ganz 35 Jahren, im Mai 1991, war es seine mittlerweile verstorbene Mutter, Queen Elizabeth II. (1926-2022), die als erste britische Monarchin dort eine Rede hielt und sich an den Kongress wandte.
Im Beisein seiner Ehefrau, Königin Camilla (78), und nach langem anfänglichen Applaus, sprach oder deutete Charles unter anderem aktuelle Konflikte und Herausforderungen an - wie den Ukraine-Krieg oder auch den Umweltschutz. Man treffe sich "in einer Zeit großer Unsicherheit", sagte der britische König. "In einer Zeit von Konflikten von Europa bis in den Nahen Osten, die die internationale Gemeinschaft vor riesige Herausforderungen stellen."
Er kam aber etwa auch auf den Angriff beim Korrespondentendinner zu sprechen. Zu den Schüssen in Washington am Samstag - kurz bevor das Königspaar angereist war - erklärte Charles: "Wir versammeln uns heute auch nach dem Vorfall unweit dieses großartigen Gebäudes, der darauf abzielte, der Führung Ihrer Nation Schaden zuzufügen und weitreichende Angst und Zwietracht zu schüren. Lassen Sie mich mit unerschütterlicher Entschlossenheit sagen: Solche Gewalttaten werden niemals Erfolg haben."
Die Geisel im Palast
König Charles III. ließ es sich aber nicht nehmen, die Rede mit ein paar Witzen aufzulockern. "Wenn ich vor meinem eigenen Parlament in Westminster spreche, folgen wir nach wie vor einer uralten Tradition und nehmen einen Abgeordneten als Geisel. Wir halten ihn oder sie im Buckingham-Palast fest, bis ich sicher zurückgekehrt bin. Heutzutage kümmern wir uns recht gut um unsere Gäste, oft so gut, dass sie gar nicht mehr gehen möchten."
Das Königspaar reist am Mittwoch weiter nach New York. Dort steht etwa ein Besuch der 9/11-Gedenkstätte am One World Trade Center auf dem Terminplan. Die letzte Station ist Virginia. Am Donnerstag sollen die Royals unter anderem einen Nationalpark besuchen.
Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Agentur spot on news. Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de
- Themen:
- Donald Trump
- Weißes Haus
