Brooklyn Beckham rechnet mit seinen Eltern ab

Jahrelang schwelten die Gerüchte über einen Streit in der Familie Beckham. Jetzt bricht Brooklyn sein Schweigen - und erhebt in einem emotionalen Instagram-Post schwere Vorwürfe gegen seine Eltern David und Victoria. Eine Versöhnung schließt er kategorisch aus.
von  (dr/spot)
War die Vorzeigefamilie immer nur inszeniert? David Beckham (li.) mit Ehefrau Victoria und Sohn Brooklyn.
War die Vorzeigefamilie immer nur inszeniert? David Beckham (li.) mit Ehefrau Victoria und Sohn Brooklyn. © imago images/Future Image/Steve Vas

Es ist ein familiärer Bruch von unglaublicher Dimension: Brooklyn Beckham (26) hat in einer sechs Storys umfassenden Erklärung auf Instagram schwere Anschuldigungen gegen seine Eltern David (50) und Victoria Beckham (51) erhoben. Der älteste Sohn des Paares wirft ihnen vor, gezielt seine Ehe mit Nicola Peltz (31) zerstören zu wollen, ihn öffentlich zu demütigen und ihm jahrelang Angstzustände bereitet zu haben.

"Ich habe jahrelang geschwiegen und alles darangesetzt, diese Angelegenheiten privat zu halten", schreibt Brooklyn. "Leider sind meine Eltern und ihr Team weiterhin an die Presse gegangen, sodass mir keine andere Wahl blieb, als selbst zu sprechen." Seine Botschaft ist unmissverständlich: "Ich will mich nicht mit meiner Familie versöhnen. Ich lasse mich nicht kontrollieren, ich stehe zum ersten Mal in meinem Leben für mich selbst ein."

Kontrolle, Inszenierung, öffentlicher Schein

Brooklyn zeichnet das Bild einer Familie, deren oberste Priorität nicht Nähe, sondern Außendarstellung sei. "Mein ganzes Leben lang haben meine Eltern die Berichterstattung über unsere Familie in der Presse kontrolliert", schreibt er. "Die inszenierten Social-Media-Posts, Familienfeste und unechten Beziehungen waren schon immer fester Bestandteil des Lebens, in das ich hineingeboren wurde." Familienliebe zeige sich darin, wie viel man in den sozialen Medien poste oder wie schnell man für ein Familienfoto posiere.

Der Bruch ist so tief, dass Brooklyn bereits im Sommer ein Anwaltsschreiben an seine Eltern schicken ließ, wie "The Sun" berichtet. Darin forderte er, dass jeglicher Kontakt künftig ausschließlich über Rechtsbeistände erfolgen solle. Die Wurzeln des Konflikts reichen fast vier Jahre zurück - bis zur Hochzeit im April 2022. Brooklyn schildert eine Serie von Demütigungen rund um den großen Tag. Victoria habe die Anfertigung von Nicolas Brautkleid in letzter Minute abgesagt, obwohl sie es zugesagt hatte - die Braut musste dringend ein neues finden und trug letztlich Valentino.

Besonders schmerzhaft: der Hochzeitstanz. "Vor unseren 500 Hochzeitsgästen rief mich Marc Anthony auf die Bühne", schreibt Brooklyn. "Dort sollte eigentlich mein romantischer Tanz mit meiner Frau stattfinden, doch stattdessen wartete meine Mutter darauf, mit mir zu tanzen. Sie tanzte völlig unangemessen vor allen Anwesenden. Ich habe mich in meinem ganzen Leben noch nie so unwohl und gedemütigt gefühlt."

Am Abend vor der Hochzeit hätten Familienmitglieder ihm gesagt, Nicola sei "nicht blutsverwandt" und gehöre "nicht zur Familie". Während der Hochzeitsplanung habe Victoria ihn sogar als "böse" bezeichnet - weil Brooklyn und Nicola seine Nanny Sandra und Nicolas Großmutter an ihren Tisch einladen wollten.

Streit um die Namensrechte

Auch finanzielle Vorwürfe erhebt Brooklyn: "Wochen vor unserem großen Tag setzten mich meine Eltern wiederholt unter Druck und versuchten, mich mit Bestechungsgeldern dazu zu bringen, auf die Rechte an meinem Namen zu verzichten", schreibt er. Das hätte ihn, seine Frau und ihre zukünftigen Kinder betroffen. "Sie bestanden darauf, dass ich vor meinem Hochzeitstermin unterschreibe. Meine Weigerung hat sich auf den Zahltag ausgewirkt, und seitdem behandeln sie mich nicht mehr so wie vorher."

Die traumatischen Erlebnisse seien der Grund gewesen, warum Brooklyn und Nicola ihr Eheversprechen erneuerten. "Wir wollten neue Erinnerungen an unseren Hochzeitstag schaffen, die uns Freude und Glück bringen, nicht Angst und Scham", so Brooklyn. Brooklyn beschreibt, wie auch seine Geschwister in den Konflikt hineingezogen wurden. "Seit ich mich gegenüber meiner Familie wehre, werde ich unaufhörlich angegriffen, sowohl privat als auch öffentlich", schreibt er weiter. "Sogar meine Brüder wurden losgeschickt, um mich in den sozialen Medien anzugreifen, bevor sie mich letzten Sommer schließlich völlig unerwartet blockierten."

Auch den 50. Geburtstag seines Vaters thematisiert Brooklyn: Er und Nicola seien extra nach London geflogen und hätten eine Woche im Hotel gewartet, um Zeit mit David zu verbringen. Doch sein Vater habe alle Versuche abgelehnt - außer auf seiner großen Party mit hundert Gästen und Kameras. "Als er sich endlich bereit erklärte, mich zu empfangen, tat er dies unter der Bedingung, dass Nicola nicht eingeladen wurde. Das war ein Schlag ins Gesicht." Als die Familie später nach Los Angeles kam, hätten sie sich geweigert, ihn überhaupt zu sehen.

Ein weiterer Vorwurf: "Als meine Frau meine Mutter einmal um Hilfe bat, um während der Brände in Los Angeles vertriebene Hunde zu retten, weigerte sich meine Mutter." Brooklyn widerspricht auch dem Narrativ, Nicola hätte die Kontrolle über sein Tun: "Die Behauptung, meine Frau kontrolliere mich, ist völlig falsch. Ich wurde den größten Teil meines Lebens von meinen Eltern kontrolliert."

Nun erlebe er eine Wende: "Zum ersten Mal in meinem Leben, seit ich mich von meiner Familie getrennt habe, sind diese Ängste verschwunden. Ich wache jeden Morgen dankbar für das Leben auf, das ich gewählt habe, und habe Frieden und Erleichterung gefunden." David und Victoria Beckham haben sich bislang nicht zu den Vorwürfen geäußert.

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