Brigitte Bardot fehlt beim Oscar-Gedenken
Die Oscar-Verleihung 2026 hat ihr "In Memoriam"-Segment bewusst ausgedehnt, nachdem im vergangenen Jahr ungewöhnlich viele prominente Todesfälle zu beklagen waren. Doch selbst ein verlängerter Programmpunkt schafft es nicht, alle zu erfassen - und die dabei entstandene Liste der Übergangenen liest sich eindrucksvoll.
Prominente Namen bleiben außen vor
James Van Der Beek (1977-2026), durch "Dawson's Creek" einem Millionenpublikum bekannt geworden, ist nicht erwähnt worden. Dasselbe gilt für "Grey's Anatomy"-Darsteller Eric Dane (1972-2026) und Malcolm-Jamal Warner (1970-2025), den Cosby-Sohn Theo aus einer ganzen Generation von Kindheitserinnerungen.
Dass die drei in erster Linie für ihre TV-Rollen bekannt sind, mag als Argument der Academy gelten. Doch der Großteil der Übergangenen verfügt über eine relevante Filmografie wie etwa Brigitte Bardot (1934-2025): Die französische Leinwand-Ikone, die das Kino der Nachkriegszeit wie kaum eine andere prägte, sucht man im Segment vergeblich. Auch Robert Carradine (1854-2026), June Lockhart (1925-2025) sowie Bud Cort (1948-2026) - der Hauptdarsteller des Kultfilms "Harold and Maude" - wurden während der Gala nicht gewürdigt.
Online sichtbar, im TV unsichtbar
Noch eine weitere Gruppe von Verstorbenen wurde zwar auf der Website der Academy gelistet, nicht aber in der Fernsehübertragung gezeigt: George Wendt, das gemütliche Barhocker-Gesicht aus "Cheers", gehört ebenso dazu wie Julian McMahon, James Ransone, Danielle Spencer und Demond Wilson. Auch Loretta Swit, der "MASH"-Star, der jahrelang als Hot Lips Houlihan zum Inventar des amerikanischen Fernsehens gehörte, blieb dem Live-Publikum vorenthalten.
Wem wurde die traurige Ehre zuteil?
Unter den Geehrten im "In Memoriam"-Segment stand unter anderem Robert Redford (1936-2025) im Mittelpunkt. Er wurde mit einem seltenen musikalischen Moment bedacht: Barbra Streisand (83) sang einen Ausschnitt aus "So wie wir waren" (1973), jenem Film, in dem sie einst an seiner Seite zu sehen war. Rob Reiner (1947-2025), der Regisseur hinter Klassikern wie "Harry und Sally" (1989), erhielt gleich mehrere persönliche Würdigungen - von Kiefer Sutherland über Meg Ryan bis hin zu weiteren Weggefährten.
Auch an Diane Keaton (1946-2025) wurde in einem eigens konzipierten, längeren Abschnitt erinnert, den "Die Familie Stone - Verloben verboten!"-Star Rachel McAdams moderierte. Stars wie Catherine O'Hara (1954-2026) oder Robert Duvall (1931-2026) wurden ebenfalls gewürdigt.
Kein neues Phänomen
Die Debatte um fehlende Namen ist kein neues Phänomen. Schon bei der Vorjahresverleihung hatte es Unmut gegeben: Michelle Trachtenberg war kurz vor der Zeremonie verstorben - und trotzdem nicht im Segment aufgetaucht. Auch Alain Delon, Tony Todd, Chance Perdomo, "Romeo und Julia"-Darstellerin Olivia Hussey und Dokumentarfilmer Morgan Spurlock blieben damals unerwähnt.
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