Brad Pitt über schwere Zeit: "Der Überlebensinstinkt hat eingesetzt"

Brad Pitt gibt im US-Magazin "Esquire" ungewöhnlich tiefe Einblicke. Der Schauspieler erzählt, dass er sieben Jahre lang keinen Tropfen Alkohol trank, wie er es heute damit hält und wie es ihm in seiner dunkelsten Stunde ging.
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Die schweren Jahre liegen hinter ihm: Brad Pitt.
Die schweren Jahre liegen hinter ihm: Brad Pitt. © imago/ABACAPRESS / Zabulon Laurent/ABACA

Brad Pitt hat im Interview mit dem US-Magazin "Esquire" offen über eine schwierige Phase seines Lebens gesprochen, in der er auch Suizidgedanken hatte. "Ich war nie suizidal, außer in einer kleinen Phase", sagt der Schauspieler. Gehandelt habe er nicht, betont er. Stattdessen habe bei ihm schnell etwas anderes eingesetzt: "Aber ich glaube auch, dass wir unglaubliche Überlebensinstinkte haben. Und bei mir hat der sofort eingesetzt."

Pitt gibt auch zu: "Dieser Scheiß ist nicht einfach. Dabei sprichst du hier mit einem Typen, der im Lotto gewonnen hat." Auf die Frage des "Esquire"-Reporters, ob es bei seinem damaligen Schmerz um die Kinder gegangen sei, antwortet Pitt lediglich: "Familienangelegenheiten. Dabei können wir es belassen."

Zurückhaltender Alkoholkonsum

Im Interview erzählt der Hollywoodstar auch von seinem heutigen Umgang mit Alkohol. "Ich war sieben Jahre lang nüchtern. Und dann bin ich wieder rückfällig geworden", sagt Pitt, allerdings mit einem Lachen. Und fügt hinzu: "Auf zurückhaltendere Art. Ich war ein paar Mal zu selbstsicher und dachte: Nein, das ist nicht gut für mich. Nicht in großen Mengen." Ein paar Gläser Wein könne er trinken, so Pitt, aber: "Ich muss professionell damit umgehen."

Das Trinken hatte Pitt nach einem mutmaßlichen Vorfall an Bord eines Privatjets im Jahr 2016 aufgegeben. Der Streit gilt als einer der Auslöser für das Ende seiner Ehe mit Angelina Jolie (51). Jolie warf ihm in Gerichtsdokumenten vor, sie und eines der sechs gemeinsamen Kinder körperlich verletzt zu haben. Zu seinen ältesten Kindern hat Pitt Berichten zufolge keinen Kontakt mehr.

Dass er nüchtern lebe und ein Zwölf-Schritte-Programm besuche, machte Pitt 2019 in der "New York Times" publik. "Ich hatte es so weit getrieben, wie ich es treiben konnte, also habe ich mir mein Trinkprivileg entzogen", sagte er damals.

Sein erstes Treffen bei den Anonymen Alkoholikern schilderte er später im Podcast "Armchair Expert" von Dax Shepard: "Ich habe alles ausprobiert, wirklich alles, was mir irgendjemand vorschlug. Es war eine schwierige Zeit. Ich brauchte einen Neustart." Wie offen die anderen in der Runde sprachen, habe ihn ermutigt. "Und dann habe ich es wirklich lieben gelernt."

Hilfe bei Suizidgedanken: Wer selbst Suizidgedanken hat oder Angehörige und Freunde in einer Krise unterstützen möchte, findet Hilfe bei der Telefonseelsorge. Sie ist rund um die Uhr kostenlos und anonym erreichbar unter 0800/111 0 111, 0800/111 0 222 und 116 123.

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