Bono muss acht Wochen in die Reha

Bono ist wieder draußen. Nachdem er sich in München einer Notoperation unterziehen lassen musste, kann der U2-Sänger sich jetzt in 8-Wöchige Reha begeben. Bis Ende Juli sind alle Konzerte gestrichen.
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Bono hat Probleme mit der Bandscheibe
dpa Bono hat Probleme mit der Bandscheibe

MÜNCHEN - Bono ist wieder draußen. Nachdem er sich in München einer Notoperation unterziehen lassen musste, kann der U2-Sänger sich jetzt in 8-Wöchige Reha begeben. Bis Ende Juli sind alle Konzerte gestrichen.

Die Nachricht hat Fans auf der ganzen Welt schockiert: Bono, Frontmann der Band U2, kann nicht wie geplant ab 3. Juni auf der Bühne stehen, weil er in München operiert werden musste. Es klang besorgniserregend. Bono hätte eigentlich gestern in die USA fliegen sollen, wo er für die Tournee „360 Grad“ proben solle. Doch statt dessen verbrachte er die Pfingsttage im Krankenhaus in Großhadern. Inzwischen ist er aus der Klinik entlassen, doch er wird noch lange keine normales Leben führen können: Jetzt ist Reha angesagt, mindestens acht Wochen.

Der Rücken des 50–Jährigen hat nicht mehr mitgemacht. Wegen einem eingeklemmte Ischias-Nerv wandte sich Bono an den Sportmediziner Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt. „Ich sah auf den Bildern, dass außerdem er einen Bandscheibenvorfall hat, den man mit konservativen Methoden nicht mehr behandeln kann“, erklärte der Bayern-Doc gestern.

Beim Bandscheibenvorfall tritt gallertartige Bandscheibenmasse aus und drückt gegen die Nerven – das verursacht höllische Schmerzen. Bono hatte, was selten ist, sogar bereits Lähmungserscheinungen an den Beinen. Das war für die Ärzte der Hinweis, dass dringend operiert werden muss. Am Freitag musste der Superstar unters Messer. Dabei wurde die ausgetretene Bandscheibenteile entfernt. „Das war die einzige Möglichkeit für eine vollständige Genesung und das Verhindern weiterer Lähmungen“, erklärt Jörg Tonn, Professor an der neurochirurgischen Klinik Großhadern, der Bono operiert hat. Es gehe Bono jetzt viel besser. „Die Prognose ist sehr gut“, sagt Tonn, „aber es ist wichtig, dass er jetzt eine Reha macht.“ Zwei Monate muss Bono auf jeden Fall dafür einplanen. „Unsere Erfahrung nach ist das das Minimum“, sagt Müller-Wohlfahrt.

Das bedeutet nicht nur für Bono eine schwere Zeit, sondern auch für die Fans. Am 3. Juni hätte die Tournee weiter gehen sollen – nun sind bis 19. Juli alle Konzerte abgesagt. „Wir sind am Boden zerstört“, teilte Manager Paul McGuinness mit. „Bono lebt, um auf der Bühne zu sein und fühlt sich jetzt der Chance beraubt, das zu tun, was er am besten kann.“ Er verstehe die Sorge der Fans um ihre Tickets. „Doch das wichtigste ist jetzt, dass Bono sich vollständig erholt.“

Im Internet machen sich die Fans Sorgen um Bono, befürchten sogar das Ende von U2.

„Mir wird klar, dass es mit der Band jederzeit zu Ende sein könnte. Das will ich mir gar nicht ausmalen“, schreibt einer. Ein anderer meint: „Die Konzerte sind absolut zweitrangig, jetzt geht es nur um seine Gesundheit.“

Doch die Fans machen sich schlicht auch Sorgen um ihr Geld, dass sie bereits in Tickets gesteckt haben. „Ich habe mir das mühsam zusammengespart“, meint jemand, der Tickets für eine Amerika-Konzert hat. „Bono hat nicht krank zu sein“, lautet das Urteil eines Nutzers, der offenbar schon ein Ticket für das Konzert in München hat und um die „verblasenen Euros“ fürchtet. Das erste Deutschlandkonzert sollte am 10. August in Frankfurt stattfinden, in München sollte die Band am 15. September auftreten. Ob das stattfindet, weiß zurzeit niemand. Ein Fan drückt es so aus: „Man muss damit rechnen, dass Konzerte gecancelt werden. Es sind nunmal Menschen, die dort auftreten und keine Roboter.“ ta, rg

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