Blizzard kündigt überraschend "Diablo 5" an: Das Böse hat bereits gewonnen

Auf seiner Hausmesse BlizzCon 2026 hat Blizzard den nächsten Hauptteil seiner kultisch verehrten Action-Rollenspielreihe präsentiert. Anders als in den bisherigen Ablegern beginnt "Diablo 5" erst nach der Niederlage der Menschheit: Die Hölle hat den Kampf um Sanktuario bereits für sich entschieden. Erscheinen soll das Spiel im Frühjahr 2029.
von  teleschau
Blizzard kündigte überraschend "Diablo 5" an.
Blizzard kündigte überraschend "Diablo 5" an. © Blizzard

Blizzard hat auf seiner Hausmesse BlizzCon, die vom 12. bis 13. September 2026 in Anaheim (Kalifornien) stattfindet, die Entwicklung von "Diablo 5" bestätigt. Ein genaues Datum gibt es bereits: Das Action-Rollenspiel soll im Frühjahr 2029 auf den Markt kommen. Zu unterstützten Plattformen äußerte sich das Unternehmen bislang nicht.

Zum Auftakt der Reihe stand "Diablo", in der deutschen Lokalisierung auch als Herr des Schreckens bekannt, bislang meist als finaler Gegner am Ende der Handlung - in "Diablo 4" blieb er zuletzt außen vor, in "Diablo Immortal" tauchte er dagegen auf. Mit Teil 5 rückt der Dämon nun wieder ins Zentrum, allerdings mit veränderten Vorzeichen: Die Geschichte setzt laut Blizzard erst nach seinem Sieg an, die Welt Sanktuario ist bereits vollständig in seine Hände gefallen. Die Entwickler beschrieben auf der Bühne, im Mittelpunkt stehe die Frage, wie die Menschen in einer Welt bestehen können, die bereits untergegangen ist. Weitere Details zu Schauplätzen, Klassen oder grundlegenden Spielmechaniken will Blizzard erst zu einem späteren Zeitpunkt nachreichen.

Ungewöhnlich frühe Ankündigung

Dass ein neuer Hauptteil schon jetzt bestätigt wird, dürfte in der Fangemeinde für Gesprächsstoff sorgen: Zwischen "Diablo 2" (2000) und "Diablo 3" (2012) vergingen zwölf Jahre, zwischen "Diablo 3" und "Diablo 4" (2023) weitere elf. Verglichen mit diesem Rhythmus kommt die Ankündigung von Teil 5 deutlich früher, als von vielen erwartet. Blizzard betonte zugleich, "Diablo 4" werde bis zum Erscheinen des Nachfolgers weiter mit neuen Inhalten unterstützt, größere Story-Erweiterungen eingeschlossen.

Neue Klasse und Jubiläum für "Diablo 4"

Für die erste Jahreshälfte 2027 kündigte Blizzard mit der Amazone eine zusätzliche Klasse für "Diablo 4" an. Die Kämpferin stammt der Spiellogik nach von der Insel Skovos und setzt vor allem auf Fernkampfwaffen wie Bogen und Wurfspeer. Gamer können demnach zwischen vier Spielstilen namens Champion, Skirmisher, Ranger und Commander wählen. Bereits am 15. September 2026 startet zudem die "Season of Hell's Legacy", eine Jubiläumssaison zum 30-jährigen Bestehen der Reihe. Sie greift Figuren, Gegner und Orte aus früheren Diablo-Teilen auf: Neben der Rückkehr der verlorenen Seele von Deckard Cain treffen Spielerinnen und Spieler dort auch auf die drei Erzdämonen Baal, Mephisto und Diablo. Nach Angaben von Blizzard haben inzwischen mehr als 130 Millionen Menschen mindestens einen Teil der Reihe gespielt.

Am selben Tag, dem 15. September, erscheint "Diablo 4" erstmals auch für die Nintendo Switch 2. Die dafür angebotene "Age of Hatred Collection" bündelt das Hauptspiel mit den beiden bisherigen Erweiterungen "Vessel of Hatred" und "Lord of Hatred". Über das Spielegeschäft hinaus baut Blizzard die Marke zudem im Streaming aus: Gemeinsam mit Netflix entsteht eine Animationsserie im "Diablo"-Universum. Angaben zu Handlung, Besetzung oder einem Starttermin gibt es dazu bislang nicht, das Projekt befindet sich nach Unternehmensangaben noch in der Entwicklung.

Bis zum Release von "Diablo 5" im Frühjahr 2029 dürfte die Reihe also in aller Munde sein. Wie viel von den auf der BlizzCon gezeigten Ideen tatsächlich im fertigen Spiel steckt, dürfte sich erst mit weiteren Enthüllungen zu Klassen, Welt und Spielmechanik zeigen.

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