"Bleiben Sie mutig": Hape Kerkeling teilt hoffnungsvolle Botschaft

Bei der Verleihung des Talisman-Preises hat Hape Kerkeling erneut eine beachtenswerte Rede gehalten. Die Initiatoren einer Online-Petition, die den Star gerne als kommenden Bundespräsidenten sehen würden, dürften sich bestätigt fühlen.
(stk/spot) |
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Hape Kerkeling während seiner Rede beim Talisman-Preis in Frankfurt am Main.
Hape Kerkeling während seiner Rede beim Talisman-Preis in Frankfurt am Main. © Actionpress/Kammerer, Bernd

Erneut hat Hape Kerkeling (61) mit einer aufrüttelnden Rede für Aufsehen gesorgt. Anlass war die Verleihung des Talisman-Preises in der Frankfurter Paulskirche. Die Deutschlandstiftung Integration zeichnete dort fünf Persönlichkeiten aus der Kommunalpolitik für ihr gesellschaftliches Engagement aus. Kerkeling hielt die Festrede und rief dazu auf, Hass entgegenzutreten und mehr Mut, Hoffnung und Optimismus zu zeigen. Eine starke Gesellschaft habe zudem immer die Aufgabe, die Schwächeren zu beschützen, so Kerkeling.

In der deutschen Geschichte habe es viel Hass gegeben - "und genau deshalb darf er in unserer Zukunft keinen Platz mehr haben." An die Bürgerinnen und Bürger des Landes richtete er daher den Appell: "Bleiben Sie mutig und lassen Sie uns dafür sorgen, dass Geschichte sich nicht wiederholt und es nicht so schlimm wird."

Kerkeling als Bundespräsident?

Es war eine durchaus staatsmännische Botschaft, die Kerkeling bei der Preisverleihung teilte. Und sie passt zu einer aktuellen Online-Petition, die im Verlauf dieses Jahres ins Leben gerufen wurde und die ihn zum Bundespräsidenten machen will.

Erst vor wenigen Tagen hatte sich Kerkeling im "Spiegel" diesbezüglich geäußert. "Das hat mich gerührt, und ich nehme es so ernst, wie es gemeint ist", sagte Kerkeling über die Initiative. Er habe nicht unterbinden wollen, dass jemand mit der Idee an die Öffentlichkeit geht, eine queere Person solle Staatsoberhaupt werden. Zum Erfolg werde das sicherlich nicht führen. Die Debatten, die daraus entstehen, täten einer freien Gesellschaft aber gut. Absurd finde er die Petition deshalb nicht.

Den Anstoß zu der Petition gab Kerkelings Rede in der Gedenkstätte Buchenwald am 12. April 2026. Dort sprach er als Enkel von Hermann Kerkeling, den die Nationalsozialisten im KZ inhaftiert hatten. Auf der Petitionsseite werden positive Reaktionen auf die Initiative genannt, darunter von Hella von Sinnen, Margot Käßmann, Linken-Fraktionschefin Heidi Reichinnek und Cornelia Scheel, der Tochter des früheren Bundespräsidenten Walter Scheel. Die Initiatoren räumen dort selbst ein, dass Kerkeling bislang nicht gefragt wurde, ob er kandidieren möchte.

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