"Bitte ernst nehmen": Inez Bjørg David hatte postpartale Depression

Die Schauspielerin Inez Bjørg David geht offen mit einer postpartalen Depression um, mit der sie zu kämpfen hatte. Ihrer Ansicht nach wird die Wochenbettdepression oft nicht ernst genug genommen.
(wue/spot) |
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Inez Bjørg David spricht ein wichtiges Thema an, das ihrer Meinung nach häufig nicht ernst genug genommen wird.
Inez Bjørg David spricht ein wichtiges Thema an, das ihrer Meinung nach häufig nicht ernst genug genommen wird. © imago images/BREUEL-BILD/ABBfoto

Mit eindringlichen Worten bittet Inez Bjørg David (44) darum, die postpartale Depression - auch als Wochenbettdepression bekannt - ernster zu nehmen. Laut der Schauspielerin, die unter anderem für Rollen in "Verbotene Liebe" sowie "Sturm der Liebe" bekannt ist und auch in der neuen Kinokomödie "Der perfekte Urlaub" mitspielt, werden betroffene Mütter häufig nicht ernst genommen.

"Ich freue mich! Ich freue mich so auf alles, was kommt! Ich freue mich am Leben zu sein", schreibt die 44-Jährige in einem neuen Beitrag auf Instagram. Noch vor rund zwei Jahren sei das "nicht der Fall" gewesen. Inez Bjørg David habe nach eigenen Angaben an einer schweren postpartalen Depression gelitten.

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Erkrankung "so viel normaler als man denkt"

An einer Wochenbettdepression zu erkranken sei "so viel normaler als man denkt", schreibt die Schauspielerin weiter. "Sie entsteht auch nicht notwendigerweise im Wochenbett, gerne erst Monate später. Sie ist auch gerne schleichend."

Laut Angaben des Bundesministeriums für Gesundheit bekommen "bis zu 15 von 100 Frauen [...] in den ersten drei Monaten nach der Geburt eine Depression. Bei manchen ist sie leicht ausgeprägt, bei anderen stärker."

Der Bundesverband der Angehörigen psychisch erkrankter Menschen (BApK) spricht davon, dass bei "etwa 15-20 Prozent aller Mütter [...] innerhalb des ersten Jahres nach der Entbindung eine sogenannte postpartale Depression (Wochenbettdepression)" auftrete. Es gebe eine hohe Dunkelziffer, unter anderem wegen mangelnder Versorgung sowie Diagnostik und weil Betroffene "oft nicht über Ihre negativen Gefühle reden, aus Scham und Angst vor den Reaktionen aus dem Umfeld".

Inez Bjørg Davids Beitrag ist ein eindringlicher Aufruf, betroffene Mütter besser zu unterstützen. "Ich hoffe, wir werden alle besser, die Mütter in unserem Umfeld nicht alleine zu lassen", schreibt sie. Man solle wirklich lernen zuzuhören und nicht Dinge wie "Das wird besser" oder "Andere Mütter haben das auch schon durch" sagen. Ihr Appell: "Lasst uns das bitte ernst nehmen [...]."

Hilfe bei Depressionen und der Bewältigung von Krisen bietet in Deutschland Tag und Nacht die Telefonseelsorge unter den kostenlosen Rufnummern 0800/111 0 111 und 0800/111 0 222 oder unter der 116 123. Anrufende bleiben anonym.

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