Birgit Schrowange schlägt Alarm: Frauen unterschätzen oft die Folgen
Birgit Schrowange (68) schaut nach vorne und nicht zurück: Die Moderatorin spricht oft davon, sich immer wieder neu zu erfinden. Erst vor wenigen Monaten zog sie mit Ehemann Frank Spothelfer (59) von Köln nach München und wagte damit einen kompletten Neubeginn.
Birgit Schrowange findet: "Geld bedeutet vor allem Freiheit"
Schrowange legt großen Wert auf ihre Unabhängigkeit. Wie diese aussieht und was sie anderen Frauen dringend rät – jetzt spricht sie Klartext.
Eine "Karriere nach der Karriere": So fühlt sich der momentane Lebensabschnitt für Birgit Schrowange an, die den Luxus genießt, nur noch Herzensprojekte anzunehmen. Im Gespräch mit dem "BBBanking Kundenmagazin" schwärmt die 68-Jährige von ihrer momentanen Freiheit: "Ich kann auswählen, wofür ich meine Zeit einsetze. Ich arbeite immer noch, aber bewusst."
Dabei setze sie sich besonders für das Thema "finanzielle Intelligenz" ein: "Ich werde häufig zu Podcasts und Gesprächen eingeladen, gerade weil viele Frauen sich mit diesem Thema noch immer schwertun." Ein großes Problem, wie die Moderatorin findet: "Geld bedeutet vor allem Freiheit: die Freiheit, Entscheidungen zu treffen, auf Augenhöhe zu leben und unabhängig zu sein. Umso mehr wünsche ich mir, dass Frauen sich diese Verantwortung selbst zutrauen und nicht an andere abgeben."

Denn trotz großer Liebe sehe die 68-Jährige die Dinge realistisch. "Rund jede dritte Ehe scheitert, und nicht selten stehen Frauen danach finanziell vor großen Herausforderungen. Wer sich zuvor nie mit Geld beschäftigt hat, ist in solchen Situationen besonders verletzlich", warnt Schrowange. "Das ist keine Panikmache, sondern eine statistische Tatsache. Deshalb sage ich: Beschäftigt euch früh mit dem Thema Finanzen."
Finanztipps von Birgit Schrowange: "Regelmäßig etwas zurücklegen"
Sie selbst habe bereits im Alter von 17 Jahren mit der finanziellen Vorsorge begonnen: "Mir war früh bewusst, dass meine Eltern mich finanziell nicht unterstützen können. Deshalb war für mich klar: Wenn ich Sicherheit möchte, muss ich selbst aktiv werden. Ich habe zunächst kleine Beträge investiert und später, als es mir möglich war, höhere. Wichtig war mir dabei immer, nicht alles auszugeben, sondern regelmäßig etwas zurückzulegen."
Zinseszins und Geduld seien die wichtigsten Komponenten für langfristige Ergebnisse. Und genau da erkenne die Moderatorin gewisse Unterschiede zwischen den Geschlechtern: "Männer wirken auf mich oft risikofreudiger, manchmal auch ungeduldiger. Bei Frauen hingegen habe ich häufig den Eindruck, dass sie langfristiger und strukturierter investieren."
Ein Erfolgsrezept, auf das mehr Frauen zurückgreifen sollten, findet Schrowange: "Das halte ich für den erfolgreicheren Ansatz. Wer klare Ziele verfolgt, strategisch plant und konsequent investiert, schafft die besten Voraussetzungen für finanziellen Erfolg – und das unabhängig vom Geschlecht."
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