Bipolare Störung: Kanye Wests Familie ist "machtlos"

Nach den turbulenten letzten Tagen meldet sich nun auch Kim Kardashian zu Wort und spricht über die bipolare Störung ihres Ehemannes Kanye West.
| (wue/spot)
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Kanye West während seines ersten Wahlkampfauftritts.
imago images/UPI Photo Kanye West während seines ersten Wahlkampfauftritts.

Kim Kardashian (39) spricht erstmals offen über die bipolare Störung ihres Ehemannes Kanye West (43, "Yeezus"). In ihren Instagram Stories bittet sie Medien und Öffentlichkeit um Mitgefühl und Verständnis, um die schwierige Situation meistern zu können.

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"Wie viele von euch wissen, hat Kanye eine bipolare Störung", eröffnet Kardashian ihr Statement. "Ich habe nie öffentlich darüber gesprochen, wie [die Erkrankung] uns zuhause betrifft, weil ich sehr beschützerisch bin, wenn es um unsere Kinder und Kanyes Recht auf Privatsphäre in Bezug auf seine Gesundheit geht." Nun melde sie sich aber, um mit Stigmata und Irrglauben über psychische Gesundheit aufzuräumen.

"Unglaublich kompliziert und schmerzhaft"

Kardashian erklärt, dass jeder selbst Betroffene oder Familien mit Erkrankten wissen, "wie unglaublich kompliziert und schmerzhaft" es sein kann, eine derartige Störung verstehen zu wollen. Wer sich mit psychischen Erkrankungen auskenne, der wisse, "dass die Familie machtlos ist, außer der Betroffene ist minderjährig." Der Erkrankte selbst müsse aktiv nach Hilfe suchen, egal wie sehr Familie und Freunde dies auch wollten.

Weiter bezeichnet Kardashian ihren Ehemann als "brillante, aber komplizierte Persönlichkeit". Wer West genauer kenne, der wisse, dass seine Worte manchmal nicht mit seinen Absichten übereinstimmen. Der Rapper habe nicht nur mit dem Druck zu kämpfen, ein Künstler und Schwarz zu sein, er habe auch den schmerzhaften Verlust seiner Mutter Donda (1949-2007) erleben müssen. Druck und Isolation seien für ihn durch seine Störung noch sehr viel schlimmer. Gleichzeitig setze die Erkrankung nicht seine Träume oder kreativen Ideen außer Kraft, "egal wie groß oder unerreichbar sie für manche scheinen mögen". Zuletzt bedankte Kardashian sich bei allen, die Sorge ausgedrückt hatten und für entgegengebrachtes Verständnis.

West sorgt für Aufruhr

West, der Präsident der Vereinigten Staaten werden möchte, hatte zuvor unter anderem mit verwirrt wirkenden - und später wieder gelöschten - Tweets sowie einem umstrittenen Wahlkampfauftritt für Aufsehen gesorgt. Bei diesem hatte er in einer Schutzweste und unter Tränen unter anderem darüber gesprochen, dass er seine Tochter North (7) abtreiben lassen wollte. Er habe sie "beinahe umgebracht", seine Frau Kim habe das Kind aber beschützt.

In der Vergangenheit hat West auch selbst über seine Erkrankung gesprochen. Auf seinem Album "Ye" bezeichnete der Rapper im Jahr 2018 die bipolare Störung etwa als "Superkraft". Nach eigener Aussage habe er Medikamente abgesetzt, da diese ihn in seiner Kreativität eingeschränkt haben sollen.

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