Bill Cosby muss unter Eid aussagen

Bill Cosby drohen nun unangenehme Fragen: Eine Richterin in Los Angeles hat entschieden, dass sich der Star und sein Ex-Anwalt zum Fall des angeblichen Vergewaltigungsopfers Janice Dickinson äußern müssen.
| (nam/spot)
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Bill Cosby (78, "The Cosby Show") muss in Bälde wegen einer Klage des mutmaßlichen Vergewaltigungsopfers Janice Dickinson (60) unter Eid aussagen. Noch vor dem 25. November soll es soweit sein. Das hat am Montag ein Gericht in Los Angeles entschieden, wie die "L.A. Times" online berichtet. Allerdings geht es kurioserweise nur indirekt um die eigentlichen Vorwürfe - Kernpunkt der Befragung ist stattdessen eine Verleumdungsklage Dickinsons.

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Das Model hatte vor knapp einem Jahr in einem Interview erzählt, Cosby habe sie 1982 unter Drogen gesetzt und vergewaltigt. Der damalige Anwalt des Komikers, Marty Singer, bezeichnete Dickinsons Äußerungen daraufhin in einem Statement als "unerhörte verleumderische Lüge". Gegen diese Äußerung hatte Dickinson geklagt. Nun müssen Cosby und Singer sich zum Wahrheitsgehalt ihres Dementis erklären. Fragen zu Anschuldigungen anderer Frauen seien damit ausgeschlossen, schreibt die "L.A. Times". Einen Prozess wegen der angeblichen Vergewaltigung hatte Dickinson nie angestrengt.

 

Vorwürfe von mehr als 50 Frauen

 

Bill Cosby wird mittlerweile von mehr als 50 Frauen des sexuellen Missbrauchs beschuldigt. Erst vor einigen Tagen hatten zwei weitere mutmaßliche Opfer Anschuldigungen erhoben. Die Anwältin Gloria Allred, die neben den zwei neuen Fällen mehr als die Hälfte der Frauen vertritt, kündigte an, dass noch weitere Fälle ans Tageslicht kommen würden. Sie habe bereits Kontakt zu anderen potenziell Geschädigten.

Bereits am 9. Oktober hatte Cosby in einem anderen Verfahren unter Eid aussagen müssen. Seine Aussage steht noch unter Verschluss. Ob und wann sie veröffentlicht wird, entscheidet das Gericht voraussichtlich am 22. Dezember.

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