Bibiana Steinhaus und Co. fordern Frauen-Quote im Fußball

Unter dem Motto "Fußball kann mehr" fordern weibliche Größen des Sports eine stärkere Repräsentation. Mindestens 30 Prozent sollen es bis 2024 sein.
| (stk/spot)
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Bibiana Steinhaus ist eine von neun prominenten Frauen, die sich aktiv für eine Veränderung im deutschen Fußball starkmachen
Bibiana Steinhaus ist eine von neun prominenten Frauen, die sich aktiv für eine Veränderung im deutschen Fußball starkmachen © imago images/Martin Hoffmann

Mit der Initiative "Fußball kann mehr" sprechen sich neun prominente Frauen, die auf unterschiedliche Weise eng mit dem Sport verbunden sind, für diverse Änderungen in der deutschen Fußball-Landschaft aus. Allen voran soll bis zum Jahr 2024 eine Frauen-Quote von mindestens 30 Prozent erreicht werden. "Mit den von uns angestrebten mindestens 30 Prozent sind wir da noch relativ niedrig rangegangen", wird die ehemalige "ran"-Moderatorin Gaby Papenburg (61) und Mitbegründerin von "Fußball kann mehr" von "Die Zeit" zitiert. "Doch selbst 30 Prozent übersteigen die Vorstellungskraft von vielen", so Papenburg weiter.

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Auch Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus (42), Ex-Nationalspielerin Katja Kraus (50) und Moderatorin Claudia Neumann (57) zählen zu den insgesamt neun prominenten Frauen, die unterzeichnet haben. Neben der angesprochenen Quote soll künftig auch das Gehaltsgefüge transparenter werden. Eine weitere Forderung sieht diverse Sanktionsmechanismen vor, um effektiver gegen das nach wie vor anhaltende Thema Sexismus im Fußball vorzugehen.

Keine Hilfe vom DFB?

Vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) fühlen sich die Frauen hinter der Initiative nicht ausreichend unterstützt. "Selbst wenn intern Verständnis für die eine oder andere kritische Position herrscht, gilt ein öffentliches Commitment als unsolidarisch", sagt Papenburg zu "Die Zeit".

Kraus, die von 1986 bis 1998 beim FSV Frankfurt zwischen den Pfosten stand und 1995 Europameisterin mit der Nationalmannschaft wurde, ergänzt: "Erstaunlich, dass wir über so etwas reden müssen, wir sind schließlich keine terroristische Zelle, sondern Frauen, die sich für Geschlechtergerechtigkeit engagieren. Und umso mehr müssen diejenigen innerhalb des Verbandes gestärkt werden, die sich auch für Veränderungen einsetzen."

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