Beyoncé: Mit 35 Grammys zu Grammy-Queen

Keine Künstlerin hat je mehr Grammys gewonnen als Beyoncé. Mit 35 Trophäen und 99 Nominierungen steht die Sängerin allein an der Spitze der Musikgeschichte. Der Weg dorthin begann vor 25 Jahren.
von  (ili/spot)
Beyoncé ist die bis dato unangefochtene Grammy-Königin.
Beyoncé ist die bis dato unangefochtene Grammy-Königin. © Action Press / Dave Starbuck / Future Image

Es gibt Rekorde, die für die Ewigkeit gemacht scheinen. Und dann gibt es Beyoncé (44). Die Sängerin aus Houston, Texas, hat sich mit 35 Grammy Awards und 99 Nominierungen einen Platz in den Geschichtsbüchern gesichert, den ihr so schnell niemand streitig machen wird. Laut dem "People"-Magazin hält sie damit beide Rekorde - sowohl für die meisten Siege als auch für die meisten Nominierungen aller Zeiten.

Dabei begann alles ganz unscheinbar. Im Jahr 2001 stand eine junge Beyoncé gemeinsam mit Kelly Rowland (44) und Michelle Williams (46) auf der Grammy-Bühne. Die drei Frauen von Destiny's Child (1990-2006) nahmen ihre ersten beiden Trophäen für den Hit "Say My Name" entgegen - in den Kategorien "Best R&B Performance by a Duo or Group with Vocal" und "Best R&B Song". Niemand ahnte damals, dass dies erst der Anfang einer beispiellosen Erfolgsgeschichte sein würde.

Von Destiny's Child zur Solo-Karriere

Nach dem Erfolg mit ihrer Girlgroup wagte Beyoncé 2003 den Sprung ins Solo-Geschäft. Ihr Debütalbum "Dangerously in Love" schlug ein wie eine Bombe. Bei den Grammys 2004 räumte sie gleich fünf Auszeichnungen ab - darunter für "Crazy in Love" mit ihrem damaligen Freund und heutigen Ehemann Jay-Z (56). Innerhalb weniger Jahre hatte sie bereits acht Grammys in ihrer Sammlung.

Die folgenden Jahre zeigten, dass Beyoncé nicht gewillt war, sich auf ihren Lorbeeren auszuruhen. 2010 erlebte sie einen weiteren Höhepunkt: Sechs Grammys an einem einzigen Abend, unter anderem für "Single Ladies (Put a Ring On It)" und "Halo". Mit nunmehr 16 Trophäen hatte sie sich endgültig in der obersten Liga etabliert.

Der lange Weg zum Album des Jahres

Doch ausgerechnet die prestigeträchtigste Kategorie blieb ihr lange verwehrt. Fünfmal war Beyoncé für das Album des Jahres nominiert - und fünfmal ging sie leer aus. 2010 und 2015 musste sie sich Taylor Swift (36) geschlagen geben, 2017 triumphierte Adele (37), 2023 Harry Styles (32). Die Enttäuschung saß tief, die Kritik an der Recording Academy wurde lauter.

2021 schrieb sie dennoch Geschichte: Mit ihrem 28. Grammy überholte sie Bluegrass-Musikerin Alison Krauss (54) als erfolgreichste Frau der Grammy-Geschichte. Besonders emotional wurde es, als ihre damals neunjährige Tochter Blue Ivy gemeinsam mit ihr den Preis für das beste Musikvideo ("Brown Skin Girl") entgegennahm.

2023 und 2025: Die Krönung einer Karriere

Der endgültige Grammy-Segen kam 2023. Mit vier Auszeichnungen für ihr Album "Renaissance" überholte Beyoncé den ungarisch-britischen Dirigenten Georg Solti (1912-1997), der bis dahin mit 31 Grammys den absoluten Rekord gehalten hatte. Ihre Hits "Break My Soul" und "Cuff It" wurden zu Hymnen einer Generation.

Doch das Beste kam zum Schluss. Bei den Grammys 2025 gewann Beyoncé endlich das Album des Jahres - für "Cowboy Carter", ihr Country-Werk, das die Musikwelt überraschte. Dazu kamen Auszeichnungen für das beste Country-Album und die beste Country-Duo-Performance für "II Most Wanted" mit Miley Cyrus (33). "Ich fühle mich sehr erfüllt und sehr geehrt. Es waren viele, viele Jahre", sagte sie sichtlich bewegt auf der Bühne.

Mit 35 Grammys steht Beyoncé nun allein an der Spitze. Da sie während der Qualifikationsperiode für die Grammys 2026 keine neue Musik veröffentlicht hat, ist sie in diesem Jahr nicht nominiert.

Die 67. Grammy Awards werden am Sonntag live auf CBS und via Streaming auf Paramount+ übertragen. Trevor Noah (41) moderiert die Verleihung zum sechsten und letzten Mal. Die meisten Chancen auf einen Preis hat in diesem Jahr Kendrick Lamar (38) mit neun Nominierungen.

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