"Beverly Hills, 90210"-Star Jason Priestley schildert Nahtoderfahrung

Jason Priestley raste 2002 bei einem Training fast ungebremst in eine Mauer. Wie knapp der "Beverly Hills, 90210"-Star damals überlebte, hat er nun erstmals im Detail geschildert. An den Unfall selbst hat er keine Erinnerung mehr.
(stk/spot) |
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Jason Priestley wäre 2002 beinahe nach einem Rennunfall gestorben.
Jason Priestley wäre 2002 beinahe nach einem Rennunfall gestorben. © imago/ABACAPRESS / Niviere David/ABACAPRESS.COM

Jason Priestley (57) hat in der am 8. September erschienenen Folge des Podcasts "Inside of You" von Michael Rosenbaum (54) sehr offen über den schlimmsten Moment seines Lebens gesprochen. Dabei verriet der "Beverly Hills, 90210"-Star, nach seinem schweren Rennunfall im Jahr 2002 zweimal reanimiert worden zu sein.

"Ich bin im Hubschrauber auf dem Weg ins Krankenhaus verblutet", sagte Priestley. "Als ich auf dem Dach der Klinik ankam, war ich eine Nulllinie. Sie haben mein Herz auf dem Dach wieder gestartet." Anschließend pumpten die Ärzte ihm zufolge mehrere Beutel Blut der Gruppe 0 negativ in seinen Körper. Doch auf dem Weg zum Fahrstuhl des Krankenhauses blieb sein Herz erneut stehen. "Sie haben es wieder in Gang gebracht", so Priestley. "Danach war alles in Ordnung."

Mit fast 290 km/h in die Mauer

Der Unfall passierte während eines Trainings für die Indy Racing Infiniti Pro Series auf einer Rennstrecke in Kentucky. Priestley verlor die Kontrolle über seinen Wagen und schlug mit rund 290 km/h frontal in eine Mauer ein.

An den Moment selbst hat er bis heute keine Erinnerung. "Ich habe ungefähr drei Wochen verloren, dreieinhalb Wochen", erklärte er im Podcast. Es sei seine zwölfte oder dreizehnte Gehirnerschütterung gewesen, dazu kamen drei Schädelbrüche. "Ich war eine ganze Weile ziemlich durcheinander."

Der Vater dokumentierte jeden Schritt

Was Priestley über die Wochen danach weiß, stammt aus einem Heft, das sein Vater während der Genesung anlegte. "Mein Dad hat alles fotografiert", sagte der Regisseur. "Unmengen an Bildern von meinem Gesicht und davon, was passiert war." Durch die Brüche sei sein Kopf angeschwollen gewesen. "Meine Nase wurde abgerissen. Mein Augenhöhlenknochen, mein Wangenknochen und die Augenhöhle sind kollabiert."

Den diensthabenden Medizinern der Uniklinik von Kentucky zollte er großen Respekt: Sie hätten ihn noch vor Ort stabilisiert. Drei Monate dauerte die Reha. Er sei extrem glücklich gewesen und habe großartige Leute an seiner Seite gehabt.

Wiedersehen mit den Hubschrauberpiloten

Später kehrte der Schauspieler an den Ort des Unfalls zurück. "Ich bin tatsächlich noch mal zur Rennstrecke gefahren, wo es passiert ist, und habe die Hubschrauberpiloten getroffen, die mich in die Klinik geflogen haben, weil ich mich bei ihnen bedanken wollte", sagte er. "Sie haben mich angesehen, als würden sie einen Geist sehen. Das war ziemlich verrückt, aber ich fand es super."

Bleibende Schäden hat der Crash nach seinen Angaben nicht hinterlassen. "Ich habe keine Folgeschäden", sagte Priestley. "Meine Füße sind perfekt verheilt. Meine Wirbelsäule ist versteift, aber das stört mich überhaupt nicht."

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