BAFTA-Nominierungen: DiCaprios "One Battle After Another" dominiert

Die British Academy hat ihre Nominierungen für die diesjährigen BAFTA Awards bekanntgegeben - und ein Film setzt sich deutlich an die Spitze: "One Battle After Another" (2025) mit Leonardo DiCaprio (51) in der Hauptrolle erhielt satte 14 Nominierungen. Das Drama von Regisseur Paul Thomas Anderson (55) erzählt die Geschichte eines ehemaligen Revolutionärs, der durch die Entführung seiner Tochter in sein altes Leben zurückgezwungen wird.
Neben DiCaprio glänzt der Film mit einem hochkarätigen Ensemble: Benicio Del Toro, Newcomerin Chase Infiniti, Teyana Taylor und Sean Penn sind ebenfalls zu sehen. Wie "Sky News" weiter berichtet, sind sowohl Infiniti als auch Taylor erstmals für einen BAFTA nominiert.
Unterschiede zu den Oscars
Während "One Battle After Another" bei den BAFTAs dominiert, sieht das Bild bei den Academy Awards anders aus. Dort führt der Vampir-Horror "Sinners" (2025) mit Michael B. Jordan (38) - bei den britischen Preisen landet der Film mit 13 Nominierungen auf dem zweiten Platz. Jordan erhielt ebenfalls seine erste BAFTA-Nominierung überhaupt.
Auf den Plätzen drei und vier folgen "Hamnet" sowie "Marty Supreme" mit jeweils elf Nominierungen. "Hamnet" gilt dabei als bestplatzierter britischer Film im Rennen. Der irische Hauptdarsteller Paul Mescal (29), der bei den Oscars leer ausging, wurde von der BAFTA berücksichtigt.
Chalamet und Buckley als Favoriten
Auch in den Schauspielkategorien zeichnen sich klare Favoriten ab. Timothée Chalamet (30), nominiert für seine Rolle in "Marty Supreme", gilt nach seinen Siegen bei den Golden Globes und den Critics Choice Awards als heißer Anwärter auf den Preis für den besten Hauptdarsteller. Er tritt gegen DiCaprio, Jordan, Robert Aramayo ("I Swear"), Ethan Hawke ("Blue Moon") und Jesse Plemons ("Bugonia") an.
Bei den Hauptdarstellerinnen sieht es ähnlich aus: Jessie Buckley (36) überzeugte in "Hamnet" und gewann bereits bei den Golden Globes sowie den Critics Choice Awards. Ihre Konkurrentinnen sind Rose Byrne ("If I Had Legs I'd Kick You"), Kate Hudson ("Song Sung Blue"), Chase Infiniti, Renate Reinsve ("Sentimental Value") und Emma Stone ("Bugonia").
Britische Produktionen im Fokus
Die BAFTAs setzen traditionell einen starken Akzent auf einheimische Produktionen. "I Swear", die wahre Geschichte des schottischen Tourette-Aktivisten John Davidson, erhielt fünf Nominierungen - darunter Schauspielernennungen für Robert Aramayo und Peter Mullan. Der Film spielt in Schottland der 1980er-Jahre.
Auch "The Ballad Of Wallis Island", ein Drama über eine Folk-Band, die sich auf einer fiktiven Insel wiedervereinigt, wurde mit drei Nominierungen bedacht. Carey Mulligan (40) erhielt dafür eine Nominierung als beste Nebendarstellerin - in einer Kategorie, die sich laut der britischen Nachrichtenseite als "Battle of the Brits" entpuppt. Auch Wunmi Mosaku ("Sinners") und Emily Watson ("Hamnet") sind dort nominiert.
Erste Nominierungen für Veteranen
Unter den erstmals Nominierten finden sich auch etablierte Stars. So erhält der schwedische Charakterdarsteller Stellan Skarsgård (74) für "Sentimental Value" seine erste BAFTA-Nominierung - nach einer Karriere, die sich über Jahrzehnte erstreckt. Auch seine Filmpartnerin Inga Ibsdotter Lilleaas feiert eine Premiere.
In der Kategorie beste Regie sind zwei der sechs Nominierten ebenfalls Neulinge bei den BAFTAs: Ryan Coogler ("Sinners") und Josh Safdie ("Marty Supreme"). Sie treten gegen Paul Thomas Anderson, Yorgos Lanthimos ("Bugonia"), Chloé Zhao ("Hamnet") und Joachim Trier ("Sentimental Value") an.
Die BAFTA-Verleihung findet am 22. Februar in der Royal Festival Hall am Southbank Centre in London statt.