Aufgeklärt nach mehr als 20 Jahren: Sven Voss rekonstruiert wieder spektakuläre Kriminalfälle

Der Ableger des beliebten True-Crime-Formats "Aktenzeichen XY... Ungelöst" kommt zurück ins ZDF: In den ersten beiden Folgen von "XY... gelöst" geht es um zwei ermordete Frauen. Beide Taten konnten erst nach mühseligen Ermittlungen aufgeklärt werden.
Elisa Eberle |
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Mehr als zwei Jahrzehnte dauerte es, bis der Mord an einer jungen Frau aufgeklärt werden konnte.
ZDF/Marcus von Kleist 4 Mehr als zwei Jahrzehnte dauerte es, bis der Mord an einer jungen Frau aufgeklärt werden konnte.
Seit 2022 widmet sich Sven Voss bei "XY gelöst" dem Vorgehen der Polizei in bereits aufgeklärten Verbrechensfällen.
ZDF/Oliver Rüther / Brand New [M] 4 Seit 2022 widmet sich Sven Voss bei "XY gelöst" dem Vorgehen der Polizei in bereits aufgeklärten Verbrechensfällen.
Eine Frau lebt sehr zurückgezogen mit ihrer Katze. Als sie ermordet wird, erschweren ihre Lebensumstände die Ermittlungen.
ZDF/Marcus von Kleist 4 Eine Frau lebt sehr zurückgezogen mit ihrer Katze. Als sie ermordet wird, erschweren ihre Lebensumstände die Ermittlungen.
Sven Voss (links) erfährt von Rechtsmediziner Dr. Rüdiger Lessig, wie Leichen anhand ihrer Zähne identifiziert werden können.
ZDF/Marcus von Kleist 4 Sven Voss (links) erfährt von Rechtsmediziner Dr. Rüdiger Lessig, wie Leichen anhand ihrer Zähne identifiziert werden können.

Verbrechen geschehen - statistisch gesehen - jeden Tag. Allein für das Jahr 2025 wurden in Deutschland 5,5 Millionen Straftaten in der Polizeilichen Kriminalstatistik registriert. Doch nicht in allen Fällen lässt sich der Täter oder die Täterin gleich ermitteln. Im Jahr 2025 betrug die Aufklärungsquote etwa 57,9 Prozent. Welche Mühen und Anstrengungen ermittelnde Behörden oft bis zur Aufklärung in einen einzelnen Fall stecken mussten, zeigt Sven Voss seit 2022 in der ZDF-True-Crime-Reihe "XY gelöst". Nun geht der Ableger des Dauerbrenners "Aktenzeichen XY... Ungelöst" mit vier neuen Folgen weiter.

Die vier Filme, die die schauderhaften Titel "Stumm vor Angst", "Die Tote im Rollkoffer", "Der letzte Schulweg" und "Der Frauenjäger" tragen, sind bereits ab Mittwoch, 9. September, auf zdf.de abrufbar. Das ZDF zeigt jeweils zwei Folgen am Mittwoch, 16. September, und Mittwoch, 25. November, um 20.15 Uhr.

Nächtlicher Überfall auf eine junge Frau

Den Anfang macht das tragische Schicksal einer jungen Frau: Die 21-Jährige lebt in einer kleinen Gemeinde. Eines Abends macht sie, wie so oft, einen Spaziergang. Doch diesmal kehrt sie nicht nach Hause zurück, denn sie wird grausam ermordet.

Was ist genau geschehen? Diese Frage stellte sich ein junger Ermittler. Vieles deutete auf ein sexuelles Motiv hin. Doch die Leiche wies keine Abwehrspuren auf. Erst mehr als 20 Jahre später konnte die Tat durch einen unverhofften Anruf bei der Kripo aufgeklärt werden. Im Gespräch mit Sven Voss erinnern sich Polizeibeamten und der Staatsanwalt an die damaligen Ermittlungen und herbe Rückschläge. Der Leiter einer psychotherapeutischen Einrichtung erklärt, wie ein zurückliegendes Trauma das Verhalten von Opfern beeinflussen kann. Schließlich spricht Voss mit einem Anwohner: Wie hat er die Geschehnisse damals wahrgenommen?

Wer ist die Frau im Rollkoffer?

Von einem gruseligen Fund berichtet der 50-jährige Moderator im zweiten Film um 21 Uhr: Ein Spaziergänger entdeckte einen halbvergrabenen Rollkoffer, in dessen Innern sich eine Leiche befand, Doch die Identität der Frau ist lange unklart. Wie die Zähne der Toten letztlich bei der Beantwortung dieser Frage halfen, erfährt Sven Voss von Rechtsmediziner Dr. Rüdiger Lessig von der Universität Halle. Außerdem zeichnet die ZDF-Sendung den ungewohnten Ablauf der Ermittlungen nach.

Knapp vier Millionen Zuschauerinnen und Zuschauern und einen Gesamtmarktanteil von 19,4 Prozent erreichte "XY gelöst" bei der jüngsten Ausstrahlung im Juni. Damit ist das Format auch im fünften Jahr noch sehr erfolgreich. Für Moderator Sven Voss liegt die größte Faszination der Sendung im vor-Ort-Sein, wie er 2022 im Interview mit der Nachrichtenagentur teleschau betonte: Das Team gehe "tatsächlich raus an die Schauplätze des Verbrechens: Es ist etwas reportagiger, dokumentarischer und journalistischer. Wir treffen uns mit den Ermittlern und Staatsanwälten von damals an den Tatorten. Das Beeindruckende ist, dadurch dass ich die Möglichkeit habe, das zu fragen, was mich dort interessiert, entwickeln sich spannende Gespräche, weil sich die Ermittler am alten Tatort auch an ganz andere Dinge erinnern, mit denen sie eigentlich schon abgeschlossen hatten."

XY gelöst - Mi. 16.09. - ZDF: 20.15 Uhr

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Agentur teleschau. Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an info@teleschau.de

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