Antoine Monot, Jr. und Co.: Schauspieler veröffentlichen Protestbrief

Der Bundesverband Schauspiel hat sich mit deutlichen Worten in einem Protestbrief gegen die Corona-Maßnahmen positioniert. Die Schließung aller Theater sei "unsinnig". Man fürchtet einen "kulturellen Kahlschlag".
| (dr/spot)
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Antoine Monot, Jr. ist einer der Unterzeichner des Protestbriefs.
imago images/Mandoga Media Antoine Monot, Jr. ist einer der Unterzeichner des Protestbriefs.

Der erneute Corona-bedingte Lockdown trifft die Riege der Künstler hart. Jetzt reagierte der Bundesverband Schauspiel (BFFS) mit einem Protestbrief gegen die angekündigten flächendeckenden Schließungen der Theater. "Die Maßnahmen sind unsinnig", so eine der zentralen Aussagen darin. Zu den Unterzeichnern der Erklärung zählen die Darstellerinnen und Darsteller Leslie Malton (61), Hans-Werner Meyer (56), Simone Wagner (45), Heinrich Schafmeister (63), Klara Deutschmann (31), Antoine Monot, Jr. (45) sowie Synchronsprecher und Jurist Till Völger (33).

Hier gibt es die erste Staffel "Knallerkerle" mit Antoine Monot, Jr.

Man protestiere "aufs Schärfste", heißt es darin. Bisher habe man alle Hygiene- und Schutzmaßnahmen unterstützt: "Sie waren schmerzhaft und haben viele von uns in existenzielle Krisen gestürzt, aber wir haben sie mitgetragen, weil wir sie als notwendig erkannt haben, um die exponentielle Ausbreitung des Covid-19-Virus zu stoppen." Man habe daran geglaubt, "dass diese gemeinsame Anstrengung dazu führen würde, dass wir unseren Beruf so schnell wie möglich wieder würden ausüben können, wenn auch unter schwierigen Bedingungen."

Das sei in vorbildlicher Weise geschehen. Inzwischen würden Theater zu den wenigen Orten gehören, an denen es keine nachgewiesenen Ansteckungen gibt: "Theater zu schließen, obwohl sie derzeit kein Risiko darstellen, ist weder sinn- noch maßvoll." Gerade kleinere und nicht öffentlich geförderte Häuser würden "diesen erneuten und vollkommen unnötigen Schlag vor den Bug" nicht überleben. Auch viele Schauspieler müssten deswegen ihren Beruf aufgeben. "Ein kultureller Kahlschlag ohne Beispiel wird die Folge sein", heißt es weiter.

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