Annika über Pläne ohne Ehemann Heinz Hoenig: "Tatsächlich befreiend"

Derzeit ist Annika Kärsten-Hoenig bei "Villa der Versuchung" zu sehen. Die Ehefrau von Schauspieler Heinz Hoenig feiert darin ihr Reality-Debüt und steht zum ersten Mal alleine in der Öffentlichkeit. Mit der AZ spricht sie über ihr bisheriges Image als "Frau von" – und verrät auch, wie sie den kontroversen Thorsten Legat bei den Dreharbeiten erlebt hat.
von  Eva Meeks
Heinz Hoenig und Ehefrau Annika Kärsten-Hoenig sind ein eingespieltes Team. Im AZ-Interview kommt die 41-Jährige auch auf eigene Projekte zu sprechen.
Heinz Hoenig und Ehefrau Annika Kärsten-Hoenig sind ein eingespieltes Team. Im AZ-Interview kommt die 41-Jährige auch auf eigene Projekte zu sprechen. © imago/star-media

Es ist gerade eine aufregende Zeit für Annika Kärsten-Hoenig (41): Seit dem 3. August 2026 ist die 41-Jährige auf Sat.1 bei "Villa der Versuchung" zu sehen. Damit schwimmt sie sich frei von ihrem berühmten Ehemann, Schauspieler Heinz Hoenig (74), mit dem sie seit 2019 verheiratet ist. Im persönlichen AZ-Gespräch gewährt Kärsten-Hoenig Einblicke in ihre erste TV-Erfahrung – und verrät, ob sie sich für die Zukunft weitere Formate vorstellen könnte.

Annika Kärsten-Hoenig über Solo-Auftritt: "Tatsächlich befreiend"

Bislang kannte man Annika Kärsten-Hoenig als aufopferungsvolle Ehefrau von Heinz Hoenig, mit dem sie zwei gemeinsame Söhne hat. Geldsorgen ermutigten die 41-Jährige, an "Villa der Versuchung" teilzunehmen – und wie sie der AZ verrät, war der erste Solo-Auftritt für sie nicht "angsteinflößend": "Es war tatsächlich eher befreiend. Ich kann auch verstehen, dass die Öffentlichkeit einen zunächst nur als 'Frau von' wahrnimmt. Aber einfach mal nur für sich selbst verantwortlich zu sein und als Anni wahrgenommen zu werden, war schon schön."

Ihre Liebsten hätten ihr zuvor den Tipp gegeben, ganz sie selbst zu bleiben: "Ich bin reingegangen als Anni und ich bin rausgekommen als Anni", sagt sie zur AZ. "Ich kann mich gar nicht verstellen und ich glaube: Egal, wie sich jemand verstellt, irgendwann fallen die Masken, wie man so schön sagt. Und ich halte davon nichts, denn es heißt ja Reality-TV. Wenn man sich real zeigt, genauso, wie man ist, mit allen Ecken und Kanten und auch mit allen Fehlern, die man vielleicht hat, können sich die Zuschauer viel besser mit der jeweiligen Person identifizieren, als wenn jemand die ganze Zeit eine Rolle spielt."

Annika Kärsten-Hoenig (o.2.v.re.) ist in der aktuellen Staffel von "Villa der Versuchung" zu sehen. Verona Pooth moderiert das Sat.1-Format.
Annika Kärsten-Hoenig (o.2.v.re.) ist in der aktuellen Staffel von "Villa der Versuchung" zu sehen. Verona Pooth moderiert das Sat.1-Format. © picture alliance/dpa/Joyn

Bei "Villa der Versuchung" müssen die Promi-Kandidaten auf Luxusgüter verzichten, denn verschwenderisches Verhalten wird mit Geldbußen bestraft. Jede unnötige Ausgabe bedeutet einen Abzug von der Gewinnsumme. "Ich bin eigentlich eine ganz bescheidene Person und brauche nicht viel, um glücklich oder zufrieden zu sein", meint Kärsten-Hoenig diesbezüglich zur AZ. "Ich muss allerdings zugeben: Ich bin eine starke Raucherin. Zuerst dachte ich: 'Okay, das ist ja auch nur eine Kopfsache, irgendwie wirst du das schon hinbekommen.' Aber tatsächlich habe ich das ein bisschen unterschätzt, weil der Kopf sich dann schon mal meldet und man leider, leider schwach wird."

TV-Pläne bei Annika Kärsten-Hoenig: "Hoffe auf weitere Angebote"

Jeden Montag erscheint eine neue Episode von "Villa der Versuchung", die sich Kärsten-Hoenig gemeinsam mit Ehemann Heinz ansieht. "Mein Umfeld reagiert bislang ganz positiv auf die Folgen", freut sich die 41-Jährige. Sie selbst bedauert bislang allerdings eine Sache: "Man nimmt mich als sehr ruhige Person wahr und dabei bin ich alles andere als das. Ich habe richtig Hummeln im Hintern, ich bin sehr, sehr temperamentvoll. Vielleicht ist es beim ersten Format so, dass man erst mal ein bisschen reinschnuppern muss. Deswegen hoffe ich auf weitere Angebote, auf weitere Anfragen, um den Leuten da draußen auch mal die verrückte Anni zu zeigen."

Insgesamt war ihr erstes Format nämlich eine "total positive Erfahrung", wie sie der AZ verrät. "Mir hat das unwahrscheinlich viel Kraft und positive Energie geschenkt. Also: jederzeit gerne wieder." Welche TV-Shows ihr da als Nächstes vorschweben? "Adventure-Sachen, bei denen man wirklich aus seiner Komfortzone heraustreten muss und richtig geile Challenges macht. Da wäre ich wirklich für alles offen. Datingformate schließe ich jetzt aber mal kategorisch aus", lacht Annika Kärsten-Hoenig.

2024 reiste Heinz Hoenig fürs Dschungelcamp nach Australien. 2026 stand dann seine Ehefrau Annika für ihr erstes Reality-Format in Thailand vor der Kamera.
2024 reiste Heinz Hoenig fürs Dschungelcamp nach Australien. 2026 stand dann seine Ehefrau Annika für ihr erstes Reality-Format in Thailand vor der Kamera. © imago/star-media

Annika Kärsten-Hoenig über Thorsten Legat: "Eine gute Seele"

Zum diesjährigen Cast von "Villa der Versuchung" zählt auch Thorsten Legat (57). Der ehemalige Fußballer fand die Zeit in Thailand offenbar weniger schön als seine Kollegin – denn erst vor wenigen Tagen kündigte er sein Reality-TV-Aus an. Im AZ-Gespräch verrät Annika Kärsten-Hoenig, wie sie den kontroversen Fernsehdarsteller in der Villa erlebt hat: "Wir haben ganz, ganz tolle Gespräche geführt, die man leider in der Ausstrahlung nicht gesehen hat. Thorsten und ich haben uns sehr gut verstanden und das hat mein Bild von ihm auch nachhaltig verändert. Ich fand ihn wirklich in Ordnung."

Thorsten Legat war in zahlreichen TV-Shows zu sehen. Damit soll nun wohl Schluss sein.
Thorsten Legat war in zahlreichen TV-Shows zu sehen. Damit soll nun wohl Schluss sein. © imago/Gartner

Ob in der Öffentlichkeit ein falsches Bild von Thorsten Legat besteht, wollte die AZ von Kärsten-Hoenig wissen. "Das kann ich nicht so genau sagen, weil ich ja nicht weiß, wie andere über jemanden denken. Ich bin ein Mensch, der sich seine eigene Meinung bilden muss. Ich halte eigentlich auch überhaupt nichts von Vorurteilen, denn wir selbst wollen ja auch nicht mit Vorurteilen behaftet werden", so die 41-Jährige. "Deswegen finde ich, sollte man sich erst ein Urteil erlauben oder abgeben, wenn man sich die Zeit genommen hat, einen Menschen richtig kennenzulernen – so gut, wie man jemanden in einer TV-Show eben kennenlernen kann."

Außerdem müsse man stets eine Sache im Hinterkopf behalten: "Profis in diesem Geschäft haben sicherlich eine bestimmte Kunstfigur, die sie verkörpern wollen, oder ein bestimmtes Image. Aber trotzdem hat jeder auch eine private Seite und ist dann eben auch mal weich und verletzlich", meint Annika Kärsten-Hoenig. "Und so schätze ich Thorsten ein. Der hat sein bestimmtes Image, aber ich glaube, privat ist er wirklich eine gute Seele."

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