Annalena Baerbock: So gelassen reagiert sie auf ihre Kritiker

Wie geht Annalena Baerbock mit Hass und Hetze um, die ihr im Netz entgegenschlägt? Das hat die ehemalige Außenministerin nun verraten - ein Vorausgriff auf ihre Zeit als Professorin?
(stk/spot) |
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Annalena Baerbock wird New York auch nach ihrer Amtszeit als UN-Generalversammlungspräsidentin treu bleiben.
Annalena Baerbock wird New York auch nach ihrer Amtszeit als UN-Generalversammlungspräsidentin treu bleiben. © Getty Images/Gerald Matzka

Im vergangenen Monat wurde berichtet, dass die ehemalige Außenministerin Annalena Baerbock (45) nach ihrer Amtszeit als UN-Generalversammlungspräsidentin eine Professur an der Columbia-Universität in New York übernehmen wird. Doch in den sozialen Netzwerken stieß ihre Zukunftsplanung teils auf heftige Kritik. In der aktuellen Ausgabe von "Die Zeit" bezieht Baerbock dazu Stellung und sieht sich durch den Gegenwind erst recht in ihrem Vorhaben bestätigt.

So habe "in diesen durch Social Media getriebenen Zeiten [...] nicht nur jeder sofort zu allem eine Meinung", so Baerbock. "Algorithmen sind auch so programmiert, dass Hass und Hetze deutlich besser klicken."

Zwar seien davon sowohl Männer als auch Frauen betroffen. "Aber die Kombi prominent, meinungsstark und feminin triggert offensichtlich manche ganz besonders", gibt die Politikerin zu bedenken.

Das perfekte Fallbeispiel für ihren Lehrgang

Ungewollt haben ihr die Social-Media-Kritiker auf diese Weise wohl das perfekte Fallbeispiel für den geplanten Master-Lehrgang "Global Leadership" geliefert. Was sie den Kursteilnehmerinnen und -teilnehmern darin an die Hand geben will: "Bei heftigem Gegenwind standhaft zu bleiben und vor allem auch unter maximalem Druck Entscheidungen zu treffen."

Jeder müsse sich angesichts potenzieller Hetze im Netz eine Tatsache vor Augen führen, so Baerbock weiter: "Ziel dieser Angriffe ist nie nur eine Frau oder ein Politiker. Sondern gerade auch die gesellschaftliche Veränderung, die dahintersteht."

Sie sorgte zuletzt vermehrt für Aufsehen in den USA

Am 8. September wird Baerbocks einjährige Amtszeit als Präsidentin der UN-Generalversammlung offiziell enden. Als solche hatte sie zuletzt auf verschiedene Weise für Aufsehen gesorgt. Im April etwa erschien Baerbock überraschend als Gast im US-Fernsehen.

In "The Daily Show" saß die Politikerin knapp 20 Minuten lang Star-Moderator Jon Stewart gegenüber - einem der einflussreichsten Politik-Satiriker Amerikas, dessen Show seit Jahrzehnten vor allem jüngere Zuschauer prägt.

Kurz nach dem TV-Auftritt sammelte die 45-Jährige dann eine sportliche Auszeichnung. Sie absolvierte am 26. April den "NYCRUNS Brooklyn Experience Half Marathon" in New York - 21,1 Kilometer durch einen der lebhaftesten Stadtteile der Metropole.

Anzeige für den Anbieter Instagram über den Consent-Anbieter verweigert

Auf Instagram ließ Baerbock damals ihre Follower an dem Erfolg teilhaben. "Finally", schrieb sie unter einen kurzen Beitrag, garniert mit einem Smiley und einem Läufer-Emoji, dazu der Hashtag "#Halbmarathon". Ein Schnappschuss zeigte sie im Laufdress und mit Medaille um den Hals. In der Kommentarspalte bekam die Politikerin viel Zuspruch und viele Glückwünsche zu ihrem Erfolg.

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