Anna-Carina Woitschack spricht über Druck von außen: "Irgendwann bin ich da ausgebrochen"

Anna-Carina Woitschack kennt als Schlagersängerin den Druck, der mit einem Leben in der Öffentlichkeit einhergeht. Im Podcast "PsychoÄsthetik" hat die 33-Jährige nun über Bewertungen von außen gesprochen - und den Moment, in dem sie sich von den Erwartungen anderer befreite.
von  teleschau
Anna-Carina Woitschack hat in einem Podcast über die Schattenseiten des Lebens in der Öffentlichkeit gesprochen.
Anna-Carina Woitschack hat in einem Podcast über die Schattenseiten des Lebens in der Öffentlichkeit gesprochen. © 2024 Getty Images/Gerald Matzka

Anna-Carina Woitschack (33) steht seit vielen Jahren erfolgreich als Schlagersängerin in der Öffentlichkeit. Doch mit der wachsenden Bekanntheit kam auch ein enormer Druck von außen. Im Podcast "PsychoÄsthetik" von Schönheitschirurg Dr. Christian Benz sprach die Sängerin nun offen darüber, wie sehr die öffentliche Bewertung sie früher beschäftigt hat - und warum sie sich irgendwann davon lösen wollte.

Woitschack sei sich bewusst, dass Prominente für ihre Fans häufig auch eine Vorbildfunktion hätten. Gleichzeitig kenne sie aber auch die Schattenseiten der Aufmerksamkeit. "Man erlebt das natürlich auch, als Person, wenn man in der Öffentlichkeit steht, dass die Leute dich sehr schnell bewerten und in irgendwelche Schubladen stecken", erklärt sie.

Gerade für Menschen mit einem geringen Selbstbewusstsein könne diese gefährlich werden. Dass Äußerlichkeiten heute immer stärker beurteilt und kommentiert werden, beobachtet die Sängerin mit Sorge. Besonders für Menschen, die in der Öffentlichkeit stehen, entstehe dadurch ein großer Druck.

"Das ist manchmal gar nicht so leicht", gibt Woitschack zu. "Weil wir in der Öffentlichkeit stehen, heißt es nicht, dass alles immer an uns abprallt. Wir sind alle ganz normale Menschen und sowas verletzt natürlich." Gleichzeitig habe sie gelernt, dass sie nicht jedem gefallen müsse. "Es muss mich nicht jeder mögen", stellt sie klar. Jedoch gebe es einen Unterschied darin, jemanden nicht zu mögen oder "völlig fertig zu machen".

Anna-Carina Woitschack über "Dresscode" auf der Bühne

Woitschack erinnert sich, dass sie früher bei Auftritten stets streng darauf geachtet habe, dass ihre Kleidung "passend" sei. So habe ihr eine Stylistin einst geraten, keine Röcke zu tragen, die kürzer sein als eine Handbreite über dem Knie. Auch zu viel Make-up, zerissene Jeans oder Turnschuhe auf der Bühne seien früher ein "No-go" gewesen. "Weil alles andere könnte vielleicht irgendwelchen Leuten nicht gefallen", erklärt die "Let's Dance"-Siegerin.

Mittlerweile sieht Woitschack das deutlich entspannter. Sie erlaube sich auf der Bühne mehr Freiheiten und orientiert sich weniger daran, was andere von ihr erwarten. "Irgendwann bin ich da ausgebrochen", sagt sie. Eine Entscheidung, die sich offenbar gelohnt hat: "Tatsächlich sind seitdem viel mehr positive, coole Sachen in mein Leben gekommen", so Woitschack. "Es schließt sich irgendwann eine Tür, es gehen zwei auf."

merken
Nicht mehr merken
X

Sie haben den Inhalt der Merkliste hinzugefügt.