Angela Merkels Porträt für Kanzlergalerie in Berlin enthüllt

Nicht ganz fünf Jahre nach ihrem Ausscheiden aus dem Amt als langjährige Bundeskanzlerin wurde am Dienstag Angela Merkels offizielles Porträt für die Kanzlergalerie enthüllt. Die Altkanzlerin wird "langsam Geschichte", sagte sie kürzlich.
(wue/spot) |
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Angela Merkel im Bode-Museum am 30. Juni.
Angela Merkel im Bode-Museum am 30. Juni. © imago images/epd/Christian Ditsch

In Anwesenheit von Angela Merkel (71) wurde am 30. Juni das offizielle Porträt der Altkanzlerin enthüllt, das künftig in der Ahnengalerie des Kanzleramts in Berlin hängen soll. Gemalt von Jérémie Queyras, wird das Bild zunächst noch wenige Monate im Bode-Museum in der Hauptstadt ausgestellt.

"Im ersten Stock des Bundeskanzleramtes sind alle bisherigen Bundeskanzler mit einem Gemälde verewigt", heißt es auf der offiziellen Webseite des Bundeskanzlers. Doch wo etwa Porträts von Brandt, Schmidt, Kohl oder auch Schröder hängen, fehlt das von Merkel noch. Erst rund fünf Jahre nach dem Ausscheiden aus ihrem langjährigen Amt wird das Porträt der Altkanzlerin seinen künftigen Platz finden.

Monatelange Arbeiten und ein seltsames Gefühl

Über Monate habe die ehemalige Bundeskanzlerin für das Porträt Modell gestanden, berichtete die Wochenzeitung "Die Zeit" vor wenigen Tagen. Gemalt wurde das Bild dem Bericht zufolge in einem eigens eingerichteten Atelier in Berlin, das geheim gehalten wurde. In der letzten Maiwoche sei das Gemälde auf einer 110-mal-140-Zentimeter-Leinwand schließlich fertiggestellt worden. Merkel soll das Porträt aus der eigenen Tasche bezahlt haben, es handle sich um eine Leihgabe. Sie wolle darüber bestimmen, was mit dem Bild passiert.

Merkel glaube unterdessen, dass ihr Bild mit den Jahren seine Bedeutung verlieren werde. "Ich bin oft genug mit Schulklassen durchs Kanzleramt gegangen, dann standen wir vor der Galerie, und ich wollte von ihnen hören, wer die Herren, die da hängen, wohl sind", habe sie erzählt. Mal wurden Kohl oder Schröder erkannt, bei den anderen "herrschte meist Ahnungslosigkeit". Das Bild dann wirklich neben denen ihrer Kollegen zu sehen, könnte ein seltsamer Moment für Merkel werden. "Es ist komisch, wenn man langsam Geschichte wird", erklärte die Altkanzlerin. "Da häng ich dann eben."

Wer das Gemälde in Person besichtigen möchte, bekommt bis Oktober die Gelegenheit dazu. Das Bode-Museum ist regulär dienstags bis sonntags geöffnet - an Wochentagen von 10:00 Uhr bis 17:00 Uhr, an Wochenenden von 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr.

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