Amy Adams fehlt bei Berlinale-Premiere von "At the Sea"
Ein leerer Platz auf dem roten Teppich der Berlinale: Hollywoodstar Amy Adams (51) erscheint am Montag (16. Februar) nicht persönlich zur Weltpremiere ihres neuen Dramas "At the Sea" in Berlin. Stattdessen schickte die sechsfach Oscar-nominierte Schauspielerin eine Botschaft, die Regisseur Kornél Mundruczó (50) zu Beginn einer Pressekonferenz verlas. Darin entschuldigte sich Adams laut "Variety" für ihre Abwesenheit und dankte dem Festival für seine Unterstützung des unabhängigen Kinos.
Auch kein anderes Cast-Mitglied war bei der Pressekonferenz anwesend. Neben Mundruczó saßen Drehbuchautorin Kata Wéber sowie die Produzenten Alexander Rodnyansky und Viktória Petrányi auf dem Podium. In "At the Sea" sind neben Adams unter anderem Murray Bartlett, Brett Goldstein, Chloe East und Dan Levy zu sehen.
Suchtdrama läuft im Wettbewerb
In "At the Sea" verkörpert Adams eine Frau namens Laura, die nach einem Entzug in das Haus ihrer Familie auf Cape Cod zurückkehrt. Einst das Gesicht der berühmten Tanzkompanie ihres verstorbenen Vaters, hatte sie lange mit einer Alkoholsucht gekämpft, bis ein Autounfall mit ihrem kleinen Sohn an Bord zum Wendepunkt wurde. Nun kehrt sie nüchtern heim, doch ihre Familie ist auf diesen Neuanfang nicht vorbereitet. Ihr Ehemann Martin schwankt zwischen Zuneigung und Misstrauen, Tochter Josie begegnet ihr mit offener Ablehnung.
In ihrer Botschaft bezeichnete Adams die Arbeit an dem Film als Geschenk, wie "Variety" berichtet. Sie sei dankbar für die Gemeinschaft mit ihren Kollegen. Familie stehe im Mittelpunkt des Films, und es sei ihr ein besonderes Anliegen gewesen, eine Figur darzustellen, die sich an einem Scheideweg wahrer Verantwortung befindet.
Bei der Berlinale wolle sie sich für die Ausrichtung der Weltpremiere "heute Abend und für die fortwährende Unterstützung des unabhängigen Filmschaffens" bedanken, schrieb Adams zudem in ihrem Statement. "Ihre Unterstützung ist für mich und für das unabhängige Geschichtenerzählen weltweit von unschätzbarem Wert. Es tut mir leid, dass ich nicht persönlich anwesend sein kann, aber ich weiß, dass Kornél uns sehr gut vertreten wird."
Mundruczó, der vor allem durch sein Drama "Pieces of a Woman" (2020) mit Vanessa Kirby bekannt wurde, fand bei der Pressekonferenz laut "Variety" deutliche Worte für die Leistung seiner Hauptdarstellerin. Adams habe sich dem Film vollständig hingegeben und eine Darstellung von bemerkenswerter Ehrlichkeit und Rohheit abgeliefert. Ihre Performance sei im Vergleich zu dem, was Hollywood derzeit üblicherweise akzeptiere, außergewöhnlich mutig.
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