Ahoi, Til! Schweiger wird jetzt Reeder

Die Kinolandschaft hat Toö Schweiger erobert, nun steuert der Filmstar die Donau an. Was es mit seinem neuen Wohlfühlschiff auf sich hat, erzählt er der AZ.
| Kimberly Hagen
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"Nichts zu tun, das ist nichts für mich": Til Schweiger mit AZ-Kolumnistin Kimberly Hagen im Hotel Bayerischer Hof.
AZ. "Nichts zu tun, das ist nichts für mich": Til Schweiger mit AZ-Kolumnistin Kimberly Hagen im Hotel Bayerischer Hof.

Das Filmfest tobt derzeit in München, da darf einer wie Til Schweiger (55, "Honig im Kopf", "Keinohrhasen") natürlich nicht fehlen. Stopp, Moment: Einer der erfolgreichsten Stars des Landes ist an diesem Montagnachmittag nicht in München, um etwa über einen neuen Film oder Tschiller-"Tatort" zu quatschen, sondern über sein neues Schiff. Schiff?

Til Schweiger: Neues Schiff

Jawohl, Til Schweiger steuert neue Gefilde an – er wird jetzt Reeder. Am Vortag hatte er schon für mächtig Rummel in Passau gesorgt. Dort stellte der Filmemacher mit dem Reeder-Ehepaar Margit und Florian Noé sein neues Baby vor. Ein Wohlfühlschiff, wie Til es nennt, das unter seinem Markenlabel Barefoot Boat nächsten Mai herauskommt und früher einmal die 40 Jahre alte MS Johanna war. Das Ausflugsschiff wird genau nach seinen Vorstellungen designt und eingerichtet.

Schweiger, das Auge. Ganz nach dem sehr eigenen, gemütlich-cleanen Look seiner Kinohits hat er vor einiger Zeit Barefoot Living gegründet. Eine Art Ikea-Konkurrenz. Online kann man bei Tils Lifestyle-Firma Bettwäsche, Möbel, Kochtöpfe und so ziemlich alles andere einkaufen, um dann wie in einem herzerwärmenden Til-Schweiger-Film zu leben. Ist ein Boot mit Platz für 600 Passagiere der nächste Schritt in Richtung Multi-Unternehmer?

Die AZ trifft Til Schweiger im Bayerischen Hof in München

Im AZ-Gespräch im Bayerischen Hof sagt Til Schweiger, der auch ein Restaurant in Hamburg betreibt, ein Hotel hat und sein eigenes Bier (Tils) ausschenkt: "Mir geht es nicht darum, noch reicher zu werden – oder noch mehr unternehmerisch tätig zu sein. Das bin ich auch als Produzent meiner Filme. Mir macht es einfach große Freude, neue Dinge zu erschaffen und zu gestalten. Die treibende Kraft ist es, mich selbst zu verwirklichen. Ob das nun ein Kaschmirpulli, eine Keramiktasse oder eben ein ganzes Schiff ist."

"Nichts zu tun, das ist nichts für mich": Til Schweiger mit AZ-Kolumnistin Kimberly Hagen im Hotel Bayerischer Hof.
"Nichts zu tun, das ist nichts für mich": Til Schweiger mit AZ-Kolumnistin Kimberly Hagen im Hotel Bayerischer Hof. © AZ.

Mit dem Schiff erfülle sich ein großer Wunsch, sagt Schweiger: "Ich hatte schon früh den Traum, ein Kreuzfahrtschiff für junge Leute zu machen. So ein Partyboot. Aber ein Donau-Dampfer ist auch cool. Ich freue mich total! Das wird ein echtes Wohlfühlschiff, das dazu mehr jüngere Generationen auf den Geschmack bringen soll."

In seiner knapp bemessenen Freizeit schippert er auch privat gern umher: "Bootfahren bedeutet für mich Freiheit", sagt Til.

In Bewegung zu sein, reizt ihn sowieso – auch gedanklich. "Ich kann zwei Wochen auf meiner Finca auf Mallorca am Pool liegen, aber dann fällt mir die Decke auf den Kopf. Dann muss ich was machen", erzählt er. "Nichts zu tun, das ist nichts für mich. Mit 60 Jahren nur noch Privatier sein? Horror! Da würde ich sehr schnell sehr alt werden."

Was als nächstes von Til Schweiger kommt? Er grinst und meint: "Ein Retro-Auto fände ich toll. Aber das will keiner. Vielleicht ein E-Auto im Retro-Design. Ja, warum eigentlich nicht!? Das schreib ich mir gleich mal auf."

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