Abnehm-Medikament: "Big Bang Theory"-Star Mayim Bialik erlebt Albtraum
"The Big Bang Theory"-Star Mayim Bialik (50) hat ihre Erfahrungen mit einem GLP-1-Medikament als "Albtraum" bezeichnet. "Ich bin im Rampenlicht aufgewachsen, und mein Aussehen wurde wöchentlich unter die Lupe genommen, seit ich mit 14 Jahren in meiner eigenen NBC-Serie mitwirkte", schrieb die Schauspielerin, die als Teenagerin durch die Serie "Blossom" bekannt wurde, in einem Beitrag für "The Free Press".
"Damals war ich mir meines Gewichts glücklicherweise nicht bewusst", erklärte sie und beschrieb ihr jüngeres Ich als "von Natur aus schlaksig und sportlich" und fähig, "alles zu essen, was ich wollte, ohne mir Gedanken über Gewichtszunahme zu machen".
"Tiefes Schamgefühl in Bezug auf meinen Körper"
Als Teenagerin habe sie dann aber "Medikamente zur Regulierung meiner Stimmungsschwankungen" verschrieben bekommen. Gewichtszunahme habe sie von da an verfolgt. In ihren Vierzigern, als sie "noch aktiv als Schauspielerin tätig war", habe sie ein "tiefes Schamgefühl in Bezug auf meinen Körper" entwickelt. "Als die sozialen Medien aufkamen - mit ihrem Fokus darauf, schlanker, durchtrainierter und chirurgisch perfektioniert zu sein -, führte dieser Druck zu einem gestörten Verhältnis zum Essen, das ich seit Jahren zu entwirren versuche", schrieb sie weiter. Dazu kam die vorzeitige Menopause, verriet sie. In den vergangenen Jahren habe sie so fast zehn Kilo zugelegt.
Mit dem Medikament zur Gewichtsreduktion habe sie aber dann begonnen, "weil mir ein Arzt sagte, es könnte helfen, die Symptome zu lindern, mit denen ich praktisch mein ganzes Erwachsenenleben lang zu kämpfen hatte". Bialik erklärte, dass bei ihr im Alter von 23 Jahren Morbus Basedow diagnostiziert wurde. Später wurden außerdem weitere Erkrankungen, die das Immunsystem betreffen, bei ihr festgestellt. Bialik berichtete, dass deshalb schließlich drei verschiedene Ärzte ihr die Einnahme eines GLP-1-Medikaments empfohlen hätten. Bei ihr war dies offenbar der falsche Rat.
Mayim Bialik litt unter schwerem Durchfall
Sie schreibt weiter in dem Essay: "GLP-1-Präparate haben Menschen in großer Not geholfen. Davon bin ich überzeugt. Aber niemand spricht viel darüber, was passiert, wenn etwas schiefgeht." Nach "einer Spritze mit der niedrigsten Dosis" schildert Bialik als einige der schlimmsten Nebenwirkungen "explosiven, unkontrollierbaren Durchfall" sowie "so heftige Schwefel-Rülpser, dass ich Angst hatte, in der Öffentlichkeit den Mund zu öffnen".
Dazu seien "Niesanfälle jedes Mal, wenn ich versuchte zu essen oder zu trinken" gekommen sowie "Krämpfe, Blähungen, Schmerzen am ganzen Körper, als hätte ich die Grippe". Sie fügte hinzu: "Und die Unfähigkeit, auch nur kleine Schlucke Wasser bei mir zu behalten, ohne mit noch heftigerem Durchfall ins Badezimmer zu rennen. Mehr als dreimal habe ich es nicht geschafft."
Sie beschloss schließlich, die Einnahme des Medikaments abzubrechen und zu einem Gastroenterologen zu gehen. Der Arzt erklärte ihr, dass GLP-1-Medikamente "den Körper extrem belasten und nur aus bestimmten, genau festgelegten schwerwiegenden medizinischen Gründen" eingesetzt werden sollten - und dass sie "diese Kriterien nicht erfüllte". Sie erklärte erleichtert: "Als ich seine Praxis verließ, fühlte ich mich bestätigt - ein richtiger Arzt hatte mir bestätigt, dass ich kein Sonderling war, dass die Medikamente mir das tatsächlich angetan hatten".
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