50. Geburtstag von Alexander Skarsgård: Hollywoods wandelbarer Schwede

Er glänzt in den hochkarätigsten Film- und Serienproduktionen ebenso wie in spannenden Independent-Filmen. Heute wird Alexander Skarsgård 50 Jahre alt.
von  (lau/spot)
Alexander Skarsgård bei der Premiere von "Pillion" in diesem Jahr in Berlin.
Alexander Skarsgård bei der Premiere von "Pillion" in diesem Jahr in Berlin. © imago/BREUEL-BILD/Frederik Kern

Er entstammt einer der bekanntesten Schauspieler-Dynastien Europas - die auch in Hollywood Spuren hinterlassen hat -, besticht durch sein makelloses, beinahe zu perfektes Äußeres bei 1,94 Meter Körpergröße, hat ein Faible für abgründige Rollen und begeistert in Interviews und einigen seiner Rollen mit seinem unvergleichlichen Humor.

Heute feiert der schwedische Hollywoodstar Alexander Skarsgård seinen 50. Geburtstag. Ein Ende seiner großen Schauspielkarriere ist noch lange nicht in Sicht.

Auch sein Vater Stellan Skarsgård ist ein Weltstar

Alexander Skarsgård wurde die Schauspielerei in die Wiege gelegt. Sein Vater Stellan (75), ein Titan des europäischen Kinos, feierte spätestens mit dem 1996 erschienenen Klassiker "Breaking the Waves" seinen internationalen Durchbruch. Erst in diesem Jahr war er für einen Oscar nominiert.

Auch drei seiner Brüder arbeiten als Schauspieler. Der wohl neben Alexander bekannteste Bill (36) verkörperte etwa in der Stephen-King-Verfilmung "Es" den Clown Pennywise.

Doch Alexander Skarsgård hatte sich nach eigener Aussage zunächst von der Schauspielerei abgewandt. Schon im Alter von nur 13 Jahren spielte er in Schweden eine Rolle, die ihm zu einiger Berühmtheit verhalf. Aber das Rampenlicht wurde ihm zu viel.

Mit um die 20 dachte er sich dann jedoch: "Mein Vater ist Schauspieler, er ist total glücklich damit - vielleicht sollte ich es einfach mal probieren." Denn er befürchtete, wie er dem britischen "Guardian" verriet: "Wenn ich es jetzt nicht versuche, besteht die Gefahr, dass ich in 30 oder 40 Jahren zurückblicke und denke: 'Warum habe ich es nicht gemacht? Was für ein Idiot!'"

Als Tarzan-Roboter im Blockbuster-Kino

Ein Segen für die Schauspielwelt. Skarsgård machte zunächst in der Vampir-Serie "True Blood" von HBO auf sich aufmerksam. Hier trat er oberkörperfrei und extrem sexy auf. Seine Figur hieß Eric Northman.

Im Jahr 2016 war er auch im Blockbuster "Legend of Tarzan" als Tarzan zu sehen (einmal mehr oberkörperfrei). Der Film erwies sich jedoch an den Kinokassen als nicht sonderlich erfolgreich. Auch Skarsgård selbst schien von der Erfahrung nicht angetan. "Es waren neun Monate, die nur aus Fitnessstudio, Arbeit und Bett bestanden. Ich habe keinen Schluck Alkohol angerührt. Wie ein Roboter", blickte er gegenüber dem "Guardian" auf diese Erfahrung zurück.

Emmy-Award für sein intensives Spiel in "Big Little Lies"

Spannender wirkten und wirken dabei oftmals Skarsgårds kleinere Rollen - etwa zuletzt als dominanter schwuler Biker in der ganz wunderbaren queeren Liebeskomödie "Pillion" oder als versoffener Polizist in der Cop-Komödie "Dirty Cops - War on Everyone".

Zu seinen größten Erfolgen gehört auch sein Auftritt in der HBO-Serie "Big Little Lies". Für sein Spiel als charmanter, soziopathischer Ehemann von Nicole Kidman gewann er Emmy und Golden Globe.

Zuletzt überzeugte er auch als KI-Roboter, der seine eigene Programmierung hackt, in der Sci-Fi-Comedyserie "Murderbot" von Apple TV.

Sein Privatleben hält Skarsgård dabei erfolgreich unter Verschluss. "Ja, ich rede nicht viel darüber, und das ist eine Art, es zu schützen", sagte er einmal über sein Liebesleben. "Als ich ein Kind war, ist mein Vater genauso damit umgegangen."

In Interviews mit dem Schweden blitzt auch immer wieder sein smarter Humor auf. Zu ernst scheint er sich selbst nicht zu nehmen. "Ich habe so unglaublich viel Glück und bin so gesegnet, dort zu sein, wo ich bin", sagte er etwa einst. "Ich habe Freunde, die viel bessere Schauspieler sind als ich und die keine Arbeit finden."

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