250 prominente Frauen fordern schärfere Gesetze gegen Deepfakes

Nach den schweren Vorwürfen gegen Christian Ulmen zeigen sich mehr als 250 prominente Frauen solidarisch mit Collien Fernandes. In einem offenen Brief fordern sie zehn Maßnahmen zum Schutz vor digitaler Gewalt.
(ncz/spot) |
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250 prominente Frauen haben sich in einem offenen Brief hinter Collien Fernandes gestellt und fordern konkretes Handeln von der Bundesregierung.
250 prominente Frauen haben sich in einem offenen Brief hinter Collien Fernandes gestellt und fordern konkretes Handeln von der Bundesregierung. © imago images/Future Image/Willy C. Randerath

In den vergangenen Tagen hat die Debatte um digitale Gewalt in Deutschland eine neue Intensität erreicht. Auslöser sind die schwerwiegenden Vorwürfe der Moderatorin und Schauspielerin Collien Fernandes (44) gegen ihren Ex-Ehemann Christian Ulmen (50), gegen den sie in Spanien Anzeige erstattet hat. Jetzt haben mehr als 250 namhafte Frauen aus Politik, Kultur und Wirtschaft in einem offenen Brief ihre Solidarität mit der Moderatorin Collien Fernandes (44) bekundet und zehn konkrete Forderungen an die Bundesregierung gestellt.

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Initiiert wurde der offene Brief von Kristina Lunz vom Centre for Feminist Foreign Policy, Journalistin und Filmemacherin Düzen Tekkal und Grünen-Politikerin Ricarda Lang. Unter den Unterzeichnerinnen befinden sich prominente Stimmen wie Veronica Ferres, Nina Chuba, Hazel Brugger, Carolin Kebekus oder Luisa Neubauer sowie hochrangige Politikerinnen wie Bärbel Bas und Claudia Roth. Auch die beiden "jerks."-Darstellerinnen Emily Cox und Pfeline Roggan unterstützen den Aufruf.

Zehn Forderungen an das Justizministerium

Das Bündnis hat der Bundesregierung einen Katalog mit zehn konkreten Forderungen vorgelegt, um Frauen im digitalen Raum besser zu schützen. Zu den Kernpunkten gehört die explizite Strafbarkeit von KI-generierten Deepfakes und das Verbot von sogenannten "Nudify-Apps", die Personen digital entkleiden. Zudem fordern die Frauen eine stärkere Haftung der Plattformbetreiber sowie die konsequente Umsetzung der Istanbul-Konvention zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen.

Die Vorwürfe von Collien Fernandes, die durch einen "Spiegel"-Bericht öffentlich wurden, haben in den vergangenen Tagen eine Welle an Bestürzung und Solidarität ausgelöst. Am Sonntag demonstrierten tausende Menschen am Brandenburger Tor in Berlin, um den Forderungen Nachdruck zu verleihen.

Justizministerin Stefanie Hubig kündigte bereits an, dass sie eine schnelle Reform des Strafgesetzbuchs zum besseren Schutz vor digitaler sexualisierter Gewalt anstrebt. Der entsprechende Gesetzentwurf soll schon in den kommenden Tagen innerhalb der Bundesregierung abgestimmt werden, kündigte die SPD-Politikerin am Freitag in den ARD-"Tagesthemen" an.

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