Zum Artenschutz: Städter als Blühpaten

Der AZ-Korrespondent Ralf Müller zum Runden Tisch für Artenschutz.
| Ralf Müller
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Eine Idee des Bauernverbands: Die Städter sollen "Blühpaten" werden und so den Verdienstausfall der Bauern durch Blühpflanzenanbau ausgleichen.
Boris Roessler Eine Idee des Bauernverbands: Die Städter sollen "Blühpaten" werden und so den Verdienstausfall der Bauern durch Blühpflanzenanbau ausgleichen.

Es gibt wenig, was so viel Bewegung in eine festgefahrene politische Situation bringt, wie ein erfolgreiches Volksbegehren. Noch dazu, wenn das sehr anspruchsvolle Quorum, also die Mindestbeteiligungsgrenze, so eindrucksvoll übersprungen wird wie beim bayerischen Artenschutz-Volksbegehren. Grund genug für den Bauernverband, den Kurs zu ändern. Es hat wenig Sinn, einem so großen Teil der Bevölkerung ideologisches "Bauern-Bashing" zu unterstellen.

Schlau wie Bauerverbandsfunktionäre sind, haben sie umgeschaltet: mehr Naturschutz – gern, heißt es jetzt. Aber die Gesellschaft muss zahlen, wenn Landwirte Einkommenseinbußen erleiden. Eine Idee besteht darin, Städter zu "Blühpaten" zu machen: Sie entrichten einen Obolus dafür, dass der Landwirt auf einer bestimmten Fläche nicht Kartoffeln oder Raps anbaut, sondern Blühpflanzen aussät. Geld gegen Naturschutz – ein denkbarer Weg, wie Naturschützer und Grüne einerseits und Bauern andererseits zusammenkommen könnten.

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