Who's Donald Trump? Der 45. US-Präsident von A bis Z

Am Freitag wird der Republikaner vereidigt. Doch wer ist der Immobilien-Milliardär, der nun für mindestens vier Jahre mächtigster Mann der Welt sein wird? Privates und Kurioses über den 70-Jährigen.
| Tobias Wolf
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Der Republikaner Donald Trump ist der 45. Präsident der USA.
dpa Der Republikaner Donald Trump ist der 45. Präsident der USA.

Washington - Donald Trump wird der 45. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Die AZ stellt den Republikaner vor – von A bis Z.

A wie Alkohol
Kein Bier, kein Wein, kein Schnaps: Donald Trump trinkt nach eigenen Angaben nichts. Und auch auf Zigaretten und andere Drogen verzichtet er. Grund ist der Tod seines Bruders Fred, der 1981 seiner Alkoholsucht erlag. Allerdings hält das den Unternehmer Trump nicht davon ab, seinen Namen für eine Wodka Marke herzugeben.

B wie Brettspiele
In den 1980er versuchte sich Trump als Spiele-Entwickler. Und wie sollte es anders sein, basierte "Trump: The Game" auf der Karriere des extrovertierten Milliardärs. Natürlich war es Ziel seines Brettspiels, durch Immobilienhandel so viel Geld wie möglich zu scheffeln. Allerdings floppte "Trump: The Game", das stark an Monopoly erinnert: Nur rund die Hälfte der zwei Millionen produzierten Exemplare wurde verkauft.

C wie "Citizen Kane"
Orson Welles Drama aus dem Jahr 1941 ist Trumps Lieblingsfilm. Und wer hätte das gedacht? Der Streifen erzählt die Lebensgeschichte des Multimillionärs Charles Foster Kane, der ein einflussreiches Wirtschaftsimperium errichtet.

Deutschlands Elite fürchtet Trump

D wie Dating
So manch romantisches Date platzt, wenn das Gespräch auf die politische Einstellung des Gegenüber kommt. Offenbar ist es vor allem für bekennende Trump-Fans schwer, den passenden Partner zu finden. Der langjährige Republikaner-Wähler David Goss (35) hat nun deshalb eine Singlebörse extra für Trump-Anhänger eingerichtet. Das Motto lautet freilich: "Make dating great again!"

E wie Ehefrauen
"Ich liebe schöne Frauen und schöne Frauen lieben mich", sagte der US-Immobilien-Tycoon schon des Öfteren. Dass Trumps Anmachversuche allerdings nicht immer auf Gegenliebe stoßen, beweisen die zahlreichen Sex-Vorwürfe gegen ihn. Doch immerhin drei Frauen wollten mit dem Milliardär in den Hafen der Ehe einfahren. Und seine Damenwahl verrät eine Vorliebe für Osteuropa.

Das ist die neue First Lady: Melania Trump - Slowenische Kurven im Weißen Haus

Ehefrau eins war Ivana Trump (66), geborene Zelnícková. Das Model aus der ehemaligen Tschechoslowakei ist die Mutter der ersten drei Kinder von Trump: Ivanka (35), Donald Trump Jr. (39) und Eric (33). Ehefrau Nummer zwei war Marla Maples (51). Noch während seiner Ehe mit Ivana hatte Trump eine Affäre mit der Schauspielerin aus Georgia. Die beiden haben eine gemeinsame Tochter, Tiffany (23).

Seine jetzige Ehefrau und neue First Lady ist Melania Trump (geborene Knauss). Das 46-jährige großgewachsene (1,80 Meter) slowenische Model steht seit 2005 an Trumps Seite – und ist 24 Jahre jünger als ihr Gatte. Kennengelernt hat sich das Paar bereits 1998 auf einer Party in New York. Melania schenkte Trump Sohn Barron William (10).


Die Familie des 45. US-Präsidenten (oben v. l. n. r.): Schwiegersohn Jared Kushner, Sohn Barron Trump, Frau Melania Trump, Donald Trump, Sohn Eric Trump, Tochter Tiffany (unten v. l. n. r.), Sohn Donald Trump Jr. und Tochter Ivanka Trump. Fotos: dpa

F wie Frisur
Was auf dem Kopf des neuen US-Präsidenten passiert, wird leidenschaftlich diskutiert. Eines ist jedenfalls klar: Hinter der Helm-Frisur steckt sehr viel Arbeit – und diese leisten keine Stylisten. Friseurin Amy Lausch, die mehrere Jahre für Trumps Haarpracht zuständig war, verriet der "New York Post", dass der 70-Jährige seine Haare immer selber mache, da niemand – bis auf seine Frau Melania – sein Haupt ohne Zustimmung anfassen dürfe. Übrigens sei die Trumpsche Haarpracht das Ergebnis von Haartransplantaten, Färbungen und sehr, sehr viel Haarspray.

G wie Golf
Der Milliardär liebt es, zu golfen. Von Palm Beach bis Schottland, von Los Angeles bis Dubai: Rund 100 riesige Golf-Anlagen und luxuriöse Clubs unterhält Trump auf der ganzen Welt.

H wie Hollywood
Trump versuchte sich auch als Schauspieler. So war er in zahlreichen Filmen und Serien zu sehen, unter anderem in "Sex and The City", "Der Prinz von Bel-Air", "Monk" oder "Kevin – Allein in New York". Und wie sollte es anders sein: Vor der Kamera spielte Trump natürlich sich selbst.

I wie Insekten
Der Insektenkundler Vazrick Nazari entdeckte kürzlich in Südkalifornien eine neue Mikromotte. Das markanteste Merkmal: die gelbe, fedrige Haarpracht, die das Tierchen am Kopf trägt. Der Wissenschaftler fühlte sich sofort an Trumps Frisur erinnert – und taufte die Motte "Neopalpa donaldtrumpi".

J wie John
Musik-Legende Sir Elton John sollte bei Trumps Amtseinführung auftreten – doch der britische Sänger sagte dem neuen US-Präsidenten ab. Auch Andrea Bocelli und Celine Dion erteilten dem Republikaner eine Absage.

K wie Kallstadt
Donald Trump ist der erste US-Präsident mit deutschen Wurzeln, denn seine Vorfahren stammen aus der rheinland-pfälzischen Gemeinde. Sein Großvater Frederick Trump (Drumpf) wanderte 1885 mit erst 16 Jahren in die USA aus und arbeitete in New York zunächst als Friseur. Später machte Frederick mit dem Betrieb von Hotels und Restaurants ein Vermögen. Bei einem Besuch in seiner Heimat Kallstadt 1901 heiratete Frederick Trump seine frühere Nachbarstochter Elizabeth Christ. Das Paar ging zurück nach New York und Elizabeth gründete schließlich den Immobilienkonzern Elizabeth Trump & Son, der heute als The Trump Organization bekannt ist ihrem Enkel, dem neuen US-Präsidenten gehört.

L wie Lügen
Der Republikaner hat ihm US-Wahlkampf gerne geflunkert – vor allem in den TV-Debatten gegen Kontrahentin Hillary Clinton. Zwar nahm es auch die Demokratin mit der Wahrheit nicht immer ganz genau, doch bei Trump schlug der Lügendetektor deutlich häufiger an. So behauptete er unter anderem, "die Zahlen zur Arbeitslosigkeit sind ein Desaster". Tatsächlich aber war die Arbeitslosenzahl zu diesem Zeitpunkt um fünf Prozent gesunken.

M wie Mysophobie
Der 45. US-Präsident hasst Händeschütteln. Nicht nur seiner Kontrahentin Clinton gibt er ungern die Hand, wie beim ersten TV-Duell im Wahlkampf zu beobachten war. Grund: Der 70-Jährige hat seit Jahren panische Angst vor Bakterien, leidet also unter Mysophobie.

N wie Narzisst
Trump liebt vor allem eines: sich selbst. So hat er nicht nur jede erdenkliche Auszeichnung, die er im Laufe seines Lebens erhalten hat, in seinem Büro im Trump Tower hängen, sondern liest angeblich auch heute noch nahezu alle Artikel über sich in der US-Presse. Er soll dafür sogar eine Firma bezahlen, die ihm die Berichte sortiert.

O wie orange
So ist die Hautfarbe des neuen US-Präsidenten. Doch was steckt dahinter? Make-up-Spezialisten und Bräunungsexperten sind sich sicher, dass ein schlechter Selbstbräuner und ein Faible für die Sonnenbank die Gründe für Trumps seltsamen Karotten-Teint sind.

P wie Privilegien
Als Präsident hat auch Trump einige Sonderrechte. So herrscht der Republikaner von nun an über die Nuclear-Codes, hat mit der "Air Force One" ein eigenes Flugzeug und mit "The Beast" eine hochmoderne, gepanzerte Limousine zur Verfügung.

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Q wie Queen
Eine der ersten Auslandsreisen des neuen First Couple soll ins Schloss Windsor führen. Wie die "Sunday Times" berichtet, plant Queen Elizabeth II. offenbar, Donald und Melania Trump im Sommer nach Großbritannien einzuladen.

R wie Rebell
Spätestens seit dem US-Wahlkampf weiß es die ganze Welt: Donald Trump hält wenig auf Anstand und gute Manieren. Sein Vater Frederick C. Trump und seine Mutter Mary Anne MacLeod Trump haben schon früh gemerkt, dass ihr Sohn ein Rebell ist. Als der 13-jährige Donald dabei erwischt wurde, wie er in Manhattan heimlich ein Klappmesser gekauft hatte, schickten ihn seine Eltern umgehend auf die New York Militärakademie – um ihm Disziplin beibringen zu lassen. Gebracht hat es offenbar nichts.

S wie Sport
Der Unternehmer hatte ein eigenes Football-Team. 1984 kaufte er die New Jersey Generals aus der United States Football League (USFL). Ein Jahr später versuchte Trump eine Fusion der Liga mit der größeren National Football League (NFL) zu erreichen – und scheiterte.

T wie Twitter
Der neue US-Präsident ist so etwas wie der König des Kurznachrichtendienstes. Alle paar Stunden haut Donald Trump fleißig in die Tasten – und beschimpft dabei gerne Schauspieler (Meryl Streep), droht Autokonzernen (General Motors) oder poltert gegen ganze Länder (China, Mexiko). Dabei mag der 70-Jährige das Twittern gar nicht. "Ich habe andere Dinge, die ich machen könnte", sagte er vor wenigen Tagen in einem Interview. Doch die Kommunikation über das soziale Netzwerk sei seine einzige Möglichkeit, der "unehrlichen" Presseberichterstattung über ihn etwas entgegenzusetzen.

Donald Trump vertwittert sich - und bekommt die Quittung

U wie unbeliebt
Trump startet als unbeliebtester US-Präsident seit Jahrzehnten in seine Amtszeit. Nur 40 Prozent der vom Sender ABC und der "Washington Post" Befragten äußerten sich zustimmend zu Trump. Bei Barack Obama waren es im Jahr 2009 fast doppelt so viele gewesen (79 Prozent). George W. Bush kam auf 62, Bill Clinton auf 68 Prozent.

V wie Vermögen
Militärakademie, Wirtschaftswissenschaftsstudium, Einstieg und Leitung des väterlichen Bau-Unternehmens, Insolvenzen mehrerer Projekte – und schließlich Milliardär: Immobilien-Tycoon Trump hat eine bewegte Unternehmer-Karriere hinter sich. Er weiß, sich zu vermarkten – ob mit TV-Shows oder Bestseller-Büchern. Wie groß Trumps Vermögen tatsächlich ist, ist allerdings unklar. Das Wirtschaftsmagazin "Forbes" führt ihn mit 4,1 Milliarden Dollar.

W wie Wrestling
Die Schaukampf-Sportart ist provokativ, vulgär und inszeniert. Das ist es kein Wunder, dass Trump vom Wrestling begeistert ist. Der 70-Jährige hat selbst diverse Showauftritte im Ring hingelegt und ist sogar in die Hall of Fame des weltgrößten Profiringerunternehmens World Wrestling Entertainment (WWE) berufen worden.

X wie X-Reihe
Der Republikaner hat kürzlich BMW mit Strafzöllen gedroht, sollte der bayerische Autobauer in Mexiko ein neues Werk eröffnen. Tatsächlich aber steht in Spartanburg (South Carolina) bereits das weltweit größte BMW-Werk. Dort werden die Geländewagen der X-Reihe gebaut. Und wenngleich Trump nach außen hin die US-Autoindustrie stärken will, setzt er privat eher auf britische und deutsche Ingenieurskunst. So soll er unter anderem einen Rolls-Royce Phantom, einen Mercedes-Maybach und einen Mercedes SLR besitzen.

Y wie Yacht
Der Immobilien-Milliardär hat ein Faible für Yachten. So gehörte ihm einmal die "Kingdom 5KR", eine Mega-Yacht mit gut 85 Metern Länge und all möglichen Schnickschnack. Die "Kingdom 5KR" war sogar im James-Bond-Film "Sag niemals nie" zu sehen. In dem Streifen trug sie den Namen "Flying Saucer" und war die Yacht des Bösewichts Largo. 1991 geriet Trump in finanzielle Schwierigkeiten – und verkaufte das Schiff für 40 Millionen Dollar an den saudischen Prinz Walid bin Talal.

Z wie Zuhause
Daheim war Trump bisher im New Yorker Trump Tower an der Fifth Avenue. In dem Wolkenkratzer mit 58 Etagen hat sich der milliardenschwere Immobilienmogul mit viel Gold und Marmor im Stil des "Sonnenkönigs" Ludwig XIV. ein Penthouse eingerichtet. Ob er auch das Weiße Haus vergolden lässt?


So läuft die Vereidigung ab

Ein Überblick über den Tag der Amtseinführung (alle Zeiten in Ortszeit und MEZ):

  • 6.30 Uhr (12.30 Uhr MEZ): Am Kapitol beginnen die Sicherheitsüberprüfungen.
  • 7.00 Uhr (13.00 Uhr): Auf einem Platz direkt an der Route der Parade wollen sich erste Demonstranten sammeln. Die Protestaktion soll mehrere Stunden dauern.
  • Noch ohne Uhrzeit: Donald Trump, sein Vize Mike Pence und ihre Familien besuchen einen Gottesdienst in der St. John’s Church. Barack Obama und seine Frau Michelle empfangen den Republikaner und die neue First Lady Melania anschließend im Weißen Haus. Dann begleitet Obama seinen Amtsnachfolger zum Kapitol.
  • 9.30 Uhr (15.30 Uhr): Am Kapitol beginnen die Feierlichkeiten mit Musik. Die Nachwuchssängerin Jackie Evancho singt die Nationalhymne.
  • 11.30 Uhr (17.30 Uhr): Eröffnungsrede am Kapitol. Vertreter mehrerer Religionsgemeinschaften sprechen Gebete. Anschließend wird Trumps Vize Mike Pence ins Amt eingeschworen.
  • 12.00 Uhr (18.00 Uhr): Donald Trump legt auf den Stufen des Kapitols den Amtseid ab. Anschließend wird er seine mit Spannung erwartete Rede halten. Dann isst er im Kapitol zu Mittag.
  • 15.00 Uhr (21.00 Uhr): Die Parade zum Weißen Haus beginnt. Eine Gruppe von Demonstranten hat angekündigt, den Zug zu stören.
  • 19.00 bis 23.00 Uhr (01.00 bis 05.00 Uhr): Trump und seine Frau Melania nehmen an drei Bällen teil.

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Goodbye, Obamas!


Nehmen Abschied vom Weißen Haus (v.l.): Barack Sasha, Michelle und Malia Obama. Foto: dpa

Wenn Donald Trump am Freitag um 12 Uhr (Ortszeit) ins Amt eingeschworen wird, sind acht Jahre Barack Obama Geschichte. Nachdem der scheidende US-Präsident und seine Frau Michelle dem Republikaner und der neue First Lady Melania das Weißen Haus an diesem Freitag übergeben will Obama noch einige Abschiedsworte an eine Gruppe von Mitarbeitern richten.

Seine letzte Pressekonferenz: Melancholischer Obama sagt Adieu

Anschließend brechen die Obamas mit den beiden Töchtern Sasha und Malia nach Palm Springs in Kalifornien auf. Dort wollen sie ein paar Tage Urlaub machen, das hatte Barack Obama seiner Familie fest versprochen. Aber sie verlassen Washington nicht ganz – zumindest nicht sofort. Sie bleiben in der Hauptstadt wohnen, damit Sasha die Schule dort beenden kann.

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