Weniger Haushalte bis 2050 – Osten besonders betroffen

Das Statistische Bundesamt hat vorausberechnet, wie sich die Zahl der Haushalte entwickeln könnte. Welches Szenario eintritt, hängt von Geburten, Lebenserwartung und Zuwanderung ab.
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Die Lebenserwartung der Bevölkerung spielt bei der Vorausberechnung eine Rolle. (Symbolbild)
Die Lebenserwartung der Bevölkerung spielt bei der Vorausberechnung eine Rolle. (Symbolbild) © Arne Dedert/dpa
Wiesbaden

Im Jahr 2050 wird es in Deutschland einer Prognose des Statistischen Bundesamts zufolge weniger Haushalte geben. Laut Vorausberechnung könnte die Zahl der Privathaushalte von 41,8 Millionen im Ausgangsjahr 2024 um zwei bis fünf Prozent auf 40,9 bis 39,7 Millionen im Jahr 2050 zurückgehen. Die Vorausberechnung geht dabei von einer "moderaten Entwicklung von Geburten, Lebenserwartung und Zuwanderung oder unter Annahme einer relativ alten Bevölkerung" aus.

Seit der deutschen Wiedervereinigung im Jahr 1990 steigt die Zahl privater Haushalte. Bis 2050 würde sich das erstmals umkehren, so die Statistiker. "Nur bei einer zukünftig relativ jungen Bevölkerung – also einer deutlich steigenden Geburtenrate kombiniert mit einer hohen Nettozuwanderung" würde die Zahl der Privathaushalte nicht sinken.

Deutlich mehr Einpersonenhaushalte ab 60 Jahren

Einpersonenhaushalte machen bereits heute die größte Gruppe aus. Ihre Zahl wird nach der Prognose von 17,9 Millionen im Jahr 2024 auf 18,5 Millionen (relativ alte Bevölkerung) bis 19,2 Millionen (relativ junge Bevölkerung) im Jahr 2050 steigen. 

Dabei nimmt die Zahl der Einpersonenhaushalte bei den 20- bis unter 40-Jährigen voraussichtlich ab. Bei den 40- bis unter 60-Jährigen fallen die Veränderungen je nach Berechnungsvariante unterschiedlich aus. Für die Gruppen ab 60 Jahren zeigen alle Varianten Zuwächse.

Bis zu zwölf Prozent weniger Privathaushalte im Osten

Wie die Entwicklung verläuft, unterscheidet sich je nach Region: In den westdeutschen Flächenländern und Stadtstaaten kommt es auf die jeweilige Variante an. "In den ostdeutschen Flächenländern nimmt die Zahl der Privathaushalte dagegen bei jeder der drei betrachteten Varianten ab", so das Bundesamt.

Am stärksten wäre der Rückgang bei einer relativ alten Bevölkerung. "Dann gäbe es im Jahr 2050 in den ostdeutschen Flächenländern zwölf Prozent weniger Privathaushalte als im Ausgangsjahr 2024."

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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