Washington: Gerd Müllers Rede in "tschörman" Englisch

Entwicklungsminister Gerd Müller hat bei seiner Rede am "Earth Day" vor gut 200 000 Menschen Englisch gesprochen – und dabei unfreiwillig für Lacher bei seinen Zuhörern gesorgt. Müllers Denglisch-Debakel im Video.
| Michael Burner / Onlineredaktion
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Kann noch etwas an seinem Englisch feilen: Entwicklungsminister Gerd Müller.
az-screenshot Kann noch etwas an seinem Englisch feilen: Entwicklungsminister Gerd Müller.

Washington - Konkurrenz für Günther Oettinger: Der deutsche EU-Kommissar ist mittlerweile bekannt für seine desaströse Englisch-Aussprache. Videos von Oettinger, wie er bei Veranstaltungen oder vor dem Parlament in Brüssel Reden auf Englisch hält, sind bei Youtube der Renner. Mit schwäbischem Zungenschlag und der Unfähigkeit ein "th" als solches auszusprechen, versucht der CDUler sich verständlich auszudrücken – was selten gelingt. Für Englischlehrer muss es einer Vergewaltigung der Sprache gleichkommen.

Und jetzt kommt Bundesentwicklungsminister Gerd Müller daher. Mit seinem Englisch hat er glatt die Chance, Oettinger vom Thron des am schlechtesten Englisch sprechenden Politiker aus Deutschland zu stürzen. Als Beweis lieferte er eine Rede in den USA.

Es war ein gut gelaunter Auftritt, den Gerd Müller beim "Earth Day" in Washington auf die Bühne gelegt hat. Bei der Freiluftveranstaltung ging's um Globalisierung, den Hunger in der Welt und Klimaschutz. Euphorisiert von seiner Vision einer besseren Welt, sprach Müller zu den mehr als 200 000 Menschen, die bei der Festival-ähnlichen Veranstaltung vor Ort waren.

Als katastrophal stellte sich dabei die Aussprache des Ministers heraus: "Ei laaf ju oll!", rief Müller immer wieder mit einem derart breitem deutschen Akzent ins Mikro, dass man sich getrost die Frage stellen darf, ob seine Worte bei den Amerikanern überhaupt als Englisch erkannt wurden. "Wii oll liff in one wörld. Ei tschast arreivd from Tschörmanii", denglischt Müller auf der Bühne. Und wieder streut er ein "Ei laff ju oll" ein.

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Zum Schluss seiner kurzen Rede hatte der deutsche Minister noch eine Videobotschaft von Bundeskanzlerin Angela Merkel mitgebracht, die er mit "Läts wotsch se mässetsch of se tschörmen schanzeller" ankündigte.

Bleibt festzuhalten: Sollte der Entwicklungsminister etwas Zeit übrig haben, dann wäre diese in die Entwicklung seiner Englisch-Kenntnisse nicht verkehrt investiert. Sonst läuft er Günther Oettinger, was die schlechte Aussprache betrifft, ganz schnell den Rang ab.

 

Gerd Müllers Rede in Washington: Das Video zum Schmunzeln

 

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