Warum enthauptet der IS Geiseln?

Das Enthaupten von Geiseln vor laufender Kamera ist zum blutigen Markenzeichen der Terrormiliz IS geworden. Aber welches Ziel verfolgen die Extremisten mit dieser grausamen Darstellung von roher Gewalt?
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Der US-Journalist James Foley wurde vor laufender Kamera von Anhängern der Terrormiliz IS entthauptet.
dpa Der US-Journalist James Foley wurde vor laufender Kamera von Anhängern der Terrormiliz IS entthauptet.

Das Enthaupten von Geiseln vor laufender Kamera ist zum blutigen Markenzeichen der Terrormiliz IS geworden. Aber welches Ziel verfolgen die Extremisten mit dieser grausem Darstellung von roher Gewalt?

Kairo - Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) soll in einem Internetvideo die Enthauptung ihrer vierten westlichen Geisel gezeigt haben. Obwohl Enthauptungsvideos im globalen Dschihad keine Seltenheit sind, werden sie nun zum blutigen Markenzeichen des IS.

Die Miliz verfolgt nach Einschätzung unterschiedlicher Experten zwei Ziele, die sich an unterschiedliche Adressaten richten. Die Videos mit den westlichen Geiseln deuten die eigentliche Enthauptung nur an - der IS erzeugt so beim Betrachter Angst vor dem Unsichtbaren, dem Unabwendbaren. Zugleich hat der IS mittlerweile Dutzende sehr explizite Videos mit den Enthauptungen arabisch-stämmiger Gefangener veröffentlicht. Diese sind klare militärische Drohgebärden.

Mit beider Arten Videos wirbt der IS zudem um Anhänger. Während die Terrororganisation Al-Kaida in den letzten Jahren von derartigen Videos Abstand nahm - sie könnten muslimische Unterstützer abschrecken - begeistert der IS eine junge Generation von Dschihadisten für die rohe Gewalt. Anhänger in Algerien haben vor einer Woche einen französischen Touristen enthauptet. Auf der Sinai-Halbinsel operierende Islamisten haben mehrfach mutmaßlich für den israelischen Geheimdienst Mossad spionierende Ägypter enthauptet.

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