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Wahlsystem in den USA: Nicht mehr zeitgemäß

Die AZ-Politik-Chefin Natalie Kettinger über das amerikanische Wahlsystem.
| Natalie Kettinger
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In Indien dauerte die letzte Präsidentschaftswahl sechs Wochen. Allerdings sind dort 900 Millionen Menschen wahlberechtigt. Im zerrütteten Afghanistan stand der Sieger erst nach Monaten fest.

Wahlsystem der USA: Undemokratisch und einer Supermacht unwürdig

Doch dass die Vereinigten Staaten von Amerika womöglich mehrere Tage brauchen, um herauszufinden, wer sie künftig regiert, darf eigentlich nicht sein. Schuld ist das Wahlsystem aus dem Jahr 1788, das damals durchaus seine Berechtigung hatte. Heute aber nicht mehr: Durch das Wahlmänner-System gehen Millionen von Stimmen verloren.

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In den meisten Staaten gilt "The Winner takes it all", in anderen ist es möglich, einzelne Wahlmänner "herauszubrechen". Wann Briefwahlstimmen gezählt werden dürfen, ist ebenfalls unterschiedlich geregelt. Ganz zu schweigen davon, dass der Zuschnitt der Wahlkreise für Senat und Abgeordnetenhaus immer wieder - nach Parteibelieben - geändert wird. All das ist nicht mehr zeitgemäß, bisweilen undemokratisch und einer modernen Supermacht nicht würdig.

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