Wahl in Clacton: Nigel Farage erklärt sich zum Sieger

Nigel Farage sieht sich schon vor der Verkündung der Ergebnisse als klaren Gewinner der Nachwahl in Clacton. Der offiziellen Veranstaltung zur Verkündung des Siegers will er aber fernbleiben.
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Sieht sich als Sieger: Brexit-Vorkämpfer Nigel Farage.
Sieht sich als Sieger: Brexit-Vorkämpfer Nigel Farage. © Joe Giddens/PA Wire/dpa
Clacton-on-Sea

Der britische Rechtspopulist Nigel Farage hat sich bereits vor der Verkündung des Ergebnisses zum Sieger der Nachwahl im Wahlkreis Clacton erklärt. Der offiziellen Veranstaltung zur Verkündung des Ergebnisses der Wahl für einen Sitz im britischen Parlament wolle er aber aus Sicherheitsgründen fernbleiben, sagte Farage bei einem Parteievent in Clacton vor seinen Anhängern.

Er habe mehr Stimmen erhalten als bei der letzten Wahl in dem Bezirk bei den Parlamentswahlen im Jahr 2024, sagte der Chef der Partei Reform UK und sprach von einem "überzeugenden, überwältigenden Sieg". Im Jahr 2024 erhielt Farage 46,2 Prozent der Stimmen und zog damit als Abgeordneter ins britische Unterhaus ein. 

An der offiziellen Veranstaltung zur Bekanntgabe der Ergebnisse will Farage jedoch nicht teilnehmen. Demnach habe er durch die örtliche Polizei von einer geplanten "organisierten Kampagne" gegen ihn erfahren, die darauf abziele "das Ergebnis zu stören und zu untergraben", sagte er. 

"Glaubwürdige Drohung"

Ein Sprecher der Reform-Partei fand wenig später deutlichere Worte und teilte der BBC zufolge mit, die Polizei der Grafschaft Essex habe Farage wegen einer "glaubwürdigen Drohung gegen ihn" geraten, nicht an der Veranstaltung teilzunehmen. Die Polizei von Essex teilte der Nachrichtenagentur PA zufolge mit, in Clacton einen Polizeieinsatz "zur Gewährleistung der Sicherheit aller Teilnehmer" durchzuführen. Nach Informationen von PA habe die Polizei allerdings keinem Kandidaten von der Teilnahme an der Auszählung abgeraten.

Erst vor wenigen Wochen hatte Farage seinen Parlamentssitz abgegeben. Zuvor war er wegen umstrittener Spenden und Zuwendungen in die Schlagzeilen geraten. Die anderen großen Parteien warfen Farage ein Ablenkungsmanöver vor und weigerten sich, Kandidatinnen und Kandidaten aufzustellen. Als Hauptkonkurrent gilt deshalb ausgerechnet Spaßkandidat Count Binface ("Graf Mülltonnengesicht").

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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