Von der Leyen kündigt Strategie für Kernenergie-Ausbau an

Europa will bei der Kernenergie aufholen: Eine neue Strategie für kleine Reaktoren soll Innovationen fördern und die Stromversorgung stärken.
dpa |
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Die EU will den Ausbau der Kernenergie unterstützen.
Die EU will den Ausbau der Kernenergie unterstützen. © Abdul Saboor/Pool Reuters via AP/dpa

Die Europäische Union will den Ausbau der Kernenergie fördern, um eine erschwingliche und klimafreundliche Stromversorgung für die Industrie und die Bevölkerung sicherzustellen. "In den letzten Jahren erleben wir eine weltweite Renaissance der Kernenergie. Und Europa will an dieser Renaissance teilhaben", sagte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen beim zweiten internationalen Gipfel zur Kernenergie in Boulogne-Billancourt bei Paris.

"Deshalb legen wir heute eine neue europäische Strategie für kleine modulare Reaktoren vor. Unser Ziel ist einfach: Wir wollen, dass diese neue Technologie in Europa bis Anfang der 2030er Jahre einsatzbereit ist", sagte von der Leyen. Die kleinen Reaktoren sollten neben den herkömmlichen Kernreaktoren eine Schlüsselrolle bei einer flexiblen, sicheren und effizienten Energieversorgung spielen.

Um die Entwicklung der Mini-Atomkraftwerke voranzutreiben, sollten Vorschriften über die Grenzen hinweg angeglichen werden, sagte die EU-Kommissionschefin. Das Geschäftsmodell der modularen Reaktoren nämlich sei auf Skalierung angewiesen und die Kooperation über die europäischen Grenzen hinweg von entscheidender Bedeutung. "Der Grundgedanke ist einfach: Wenn der Einsatz einer Technik sicher ist, muss es einfach sein, sie überall in Europa einzusetzen." 

Bessere Investitionsbedingungen für Kernenergie

Außerdem müssten Investitionen mobilisiert werden. "Heute kann ich verkünden, dass wir Investitionen in innovative Kerntechnologien mit einer Garantie in Höhe von 200 Millionen Euro unterstützen werden", sagte von der Leyen. Die Mittel sollten nicht nur das Risiko von Investitionen in CO2-arme Technologien senken, sondern auch anderen Investoren ein klares Signal geben, sich anzuschließen. Ziel sei die Verbesserung der Investitionsbedingungen in der europäischen Kernenergieindustrie. 

"Unser Ehrgeiz beschränkt sich jedoch nicht auf kleine modulare Reaktoren. Wir müssen auch das gesamte nukleare Ökosystem stärken – von den Brennstoffen bis zur Technologie, von den Lieferketten bis zu den Kompetenzen", sagte die Kommissionschefin. Europa verfüge über alles, um den technologischen Wettlauf in der Kernenergie zu gewinnen. "Europa soll ein globales Zentrum der Kernenergie der nächsten Generation werden."

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7 Kommentare
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  • Himbeergselchts am 12.03.2026 14:15 Uhr / Bewertung:

    Wer hat ihr denn den Quark erzählt. Der Sohn unserer besten Freunde ist Ingenieur Fachrichtung erneuerbare Energien. Er hat in Darmstadt, Freiburg studiert mit Auslandssemestern in Korea und Rotterdam. Ab und zu hält er Vorlesungen an einer Wiener Universität. Er sagt schlicht Bullshit zu Atomernergie.
    Ich könnte Kontakt herstellen, als Berater. Er bleibt garantiert unter 500 Mio Euro für seine Dienste.

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  • Da Ding am 11.03.2026 12:53 Uhr / Bewertung:

    Nukolar, es heißt nukolar!

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  • JENZZ am 10.03.2026 19:54 Uhr / Bewertung:

    Selbstverständlich sind auf einer Nuklearveranstaltung auch Verlautbarungen zur Kernenergie zu hören. Bei den angepriesenen Reaktoren geht es lediglich um Forschungsthemen. So wie es auch bei hunderten anderer Themen lediglich um Forschung geht. Wenn die EU und auch die Industrie nur ansatzweise so überzeugt wäre wie sie es verlautbaren lassen, würde man diese Förderung/Absicherung nicht mit lediglich 200 Mio. Euro ausstatten. Es gibt keine Renaissance der Kernenergie, lediglich Restprojekte, wie in England (Hinkley Point C), die unzählige Jahre verzögert sind und extremste Kostensteigerungen erleben. Es gibt keine günstigere Möglichkeit Strom zu erzeugen, als mit Wind und Sonne. Gut, dass der deutsche Umweltminister eine klare Position bezogen hat und sich die Nuklearmesse erspart hat.

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