EU-Außenminister gedenken der Opfer von Butscha

Mit Kerzen und stiller Anteilnahme erinnern EU-Außenminister an die Schrecken von Butscha. Was macht diesen Ort zum Symbol für russische Verbrechen in der Ukraine?
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Auch der deutsche Außenminister Johann Wadephul ist in die Ukraine gereist.
Auch der deutsche Außenminister Johann Wadephul ist in die Ukraine gereist. © Ansgar Haase/dpa
Kiew

Die Außenminister der EU-Staaten haben bei einem Besuch in der Ukraine der Opfer des Massakers von Butscha vor vier Jahren gedacht. An der Zeremonie nahmen auch Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) und die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas teil. Sie stellten mit ihren Kollegen und Kolleginnen Kerzen vor eine Gedenkwand.

Die Kleinstadt Butscha nordwestlich der Hauptstadt Kiew war in den ersten Kriegstagen im Februar 2022 von russischen Truppen besetzt worden. Nach der Befreiung durch ukrainische Streitkräfte Ende März wurden in den Straßen getötete Zivilisten gefunden - manche mit gefesselten Händen. Die Stadt wurde damit zum Symbol für russische Kriegsverbrechen.

Die Vereinten Nationen bestätigten später in einem Bericht den Tod Dutzender Zivilisten. Russische Offizielle weisen den Vorwurf eines Kriegsverbrechens bis heute zurück und sprechen trotz der Gegenbeweise von einer Inszenierung.

Ukrainischen Angaben zufolge wurden in Butscha mehr als 400 tote Zivilisten registriert. In der Region insgesamt waren es mehr als 1.300 - darunter mehr als 700, die erschossen wurden.

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