Russischer Gleitbombenangriff: Tote und Verletzte in Sumy

In der ukrainischen Großstadt Sumy nahe der Grenze zu Russland fordert der Abwurf von Gleitbomben mehrere Opfer. Unter den Toten ist auch eine Minderjährige.
dpa |
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Das russische Militär wirft die Gleitbomben vom Flugzeug aus ab. (Archivbild)
Das russische Militär wirft die Gleitbomben vom Flugzeug aus ab. (Archivbild) © Uncredited/Rusian Defense Ministry Press Service/AP/dpa
Sumy

Das russische Militär hat durch den Abwurf von Gleitbomben auf die nordostukrainische Stadt Sumy mindestens fünf Menschen getötet. Eine Bushaltestelle sei getroffen worden, teilte der Chef der Militärverwaltung von Sumy, Oleh Hryhorow, mit. Die Zahl der Verletzten stieg seinen Angaben nach auf 30, darunter seien auch fünf Schwerverletzte, schrieb er bei Telegram. Nach Angaben des Bürgermeisters von Sumy, Artem Kobsar, ist unter den Toten ein 13-jähriges Mädchen.

Russland setzt in seinem inzwischen mehr als vier Jahre dauernden Krieg gegen die Ukraine häufig Gleitbomben ein. Sie werden von Flugzeugen noch weit von der Front entfernt abgeworfen und schweben dann über eine Entfernung von mehreren Kilometern in Richtung Ziel. Obwohl die Waffen gelenkt sind, gelten sie als nicht besonders zielsicher. Immer wieder treffen sie zivile Objekte.

Russland beansprucht die vier ukrainischen Regionen Cherson, Donezk, Luhansk und Saporischschja für sich. Russische Truppen halten aber auch Landstreifen in den an Russland angrenzenden ukrainischen Regionen Sumy und Charkiw besetzt. Kremlchef Wladimir Putin hatte im vergangenen Jahr erklärt, dort eine Pufferzone schaffen zu wollen, um die russische Zivilbevölkerung vor ukrainischen Angriffen zu schützen. Während die Geländegewinne der russischen Einheiten dort minimal sind, hat das Leiden der ukrainischen Zivilbevölkerung dadurch noch einmal zugenommen.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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