US-Heimatschutz nach Tod von Migrant unter Druck

Ein Flüchtling stirbt in den USA einige Tage nach seiner Entlassung aus dem Polizeigewahrsam. Das US-Heimatschutzministerium wehrt sich gegen Vorwürfe, fahrlässig gehandelt zu haben.
dpa |
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Nach dem ungeklärten Tod eines Migranten in Buffalo sieht sich das Heimatschutzministerium erneuter Kritik ausgesetzt.
Nach dem ungeklärten Tod eines Migranten in Buffalo sieht sich das Heimatschutzministerium erneuter Kritik ausgesetzt. © Evan Vucci/AP/dpa
Buffalo

Ein Migrant in den USA ist wenige Tage nach seiner Entlassung aus dem Polizeigewahrsam gestorben - nun sieht sich das US-Heimatschutzministerium mit Kritik konfrontiert. "Dieser Todesfall hatte absolut nichts mit der Grenzpolizei zu tun", verteidigte sich das Ministerium auf der Plattform X gegen Vorwürfe, Bundesbeamte hätten im Zuge der Entlassung fahrlässig gehandelt.

Hintergrund ist der Tod eines Mitte-50-Jährigen in der Stadt Buffalo im Bundesstaat New York. Laut Polizeibericht wurde der Mann am 15. Februar festgenommen und am 19. Februar aus dem Gewahrsam entlassen. Er sei von den Bundesbeamten an einem Café abgesetzt worden. Am 24. Februar wurde der Mann aus Myanmar, der sich laut Anwälten mit Flüchtlingsstatus in den USA aufhielt, tot aufgefunden. Die Todesursache wird dem Bericht zufolge noch untersucht.

Bürgermeister nennt Vorgehen "unmenschlich"

Der Bürgermeister der Stadt Buffalo, Sean Ryan, nannte den Tod des Mannes auf der Plattform X "vermeidbar" und teilte in einer Erklärung mit: "Ein schutzbedürftiger Mann – fast blind und unfähig, Englisch zu sprechen – wurde in einer kalten Winternacht allein gelassen, ohne dass erkennbare Anstrengungen unternommen wurden, ihn an einem sicheren Ort unterzubringen. Diese Entscheidung der US-Zoll- und Grenzschutzbehörde war unprofessionell und unmenschlich."

Das US-Heimatschutzministerium verteidigte sich gegen Kritik auf X: "Diese Person wurde von der örtlichen Polizei festgenommen. Diese Person nahm eine kostenlose Mitfahrgelegenheit der Grenzpolizei zu diesem Ort in Anspruch, eine Mitfahrgelegenheit, die nicht hätte bereitgestellt werden müssen."

Die New Yorker Generalstaatsanwältin Letitia James teilte mit, ihr Team wäge derzeit ab, welche Maßnahmen ergriffen werden könnten. "Niemand, der hier Zuflucht sucht, sollte in Gefahr geraten", hieß es in ihrer Erklärung.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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