US-Angriffe auf schiitische Milizen im Irak und in Syrien

Mit der Operation «Inherent Resolve» bekämpfen die USA eigentlich die Terrormiliz Islamischer Staat. Jetzt haben US-amerikanische Kampfjets einen neuen Gegner im Irak und in Syrien angegriffen.
| dpa
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Die USA haben Luftangriffe auf Ziele der schiitischen "Volksmobilisierungseinheiten" geflogen (Archiv).
Jon Gambrell/AP/dpa/dpa Die USA haben Luftangriffe auf Ziele der schiitischen "Volksmobilisierungseinheiten" geflogen (Archiv).

Bagdad - Bei US-Luftangriffen auf schiitische Milizen im Irak und in Syrien sind mehrere Menschen getötet und Dutzende verletzt worden. Insgesamt seien fünf Ziele der sogenannten Hisbollah-Brigaden angegriffen worden, teilte Pentagon-Sprecher Jonathan Hoffmann mit.

Darunter seien Waffenlager und Kommandozentren. Die Luftangriffe seien eine Reaktion auf die anhaltenden Attacken der schiitischen Miliz gegen US-amerikanische Truppen im Irak.

Am Freitag waren bei einem Raketenangriff auf eine Militärbasis nahe Kirkuk ein US-Bürger getötet und vier weitere verletzt worden. Die irakische Basis, auf der sich die US-Kräfte befanden, sei mit mehr als 30 Raketen angegriffen worden. Die Hisbollah-Brigaden würden vom Iran unterstützt und hätten enge Beziehungen zu den iranischen Revolutionsgarden, sagte Hoffman. US-Verteidigungsminister Mark Esper und Iraks Premierminister Mahdi seien sich einig, die Angriffe der Miliz ein für allemal zu unterbinden. Die USA stehen an der Spitze der Operation "Inherent Resolve", die in Syrien und im Irak gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) kämpft.

Die schiitischen sogenannten "Volksmobilisierungseinheiten" teilten mit, dass die Angriffe unter anderem eines ihrer Hauptquartiere in der Provinz Al-Kaim getroffen hätten. Aus irakischen Sicherheitskreisen hieß es, dass mindestens 13 Kämpfer der Milizen getötet und Dutzende verletzt worden seien. Die schiitischen Milizen waren im Kampf gegen den sunnitischen IS an vorderster Front beteiligt. Aufgrund der Spannungen zwischen Sunniten und Schiiten im Irak ist die Stellung der mächtigen Milizen im Land allerdings umstritten.

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