Ukrainische Luftangriffe bis tief hinein nach Russland

Seit mehr als vier Jahren wehrt sich die Ukraine gegen die russische Invasion. Immer mehr tragen ihre Langstreckendrohnen den Krieg zurück ins Land des Angreifers. Im Ziel: die russische Ölindustrie.
dpa |
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In Sewastopol wurde nach Angaben der Besatzungsverwaltung ein historisches Museum getroffen. (Archivbild)
In Sewastopol wurde nach Angaben der Besatzungsverwaltung ein historisches Museum getroffen. (Archivbild) © Ulf Mauder/dpa
Moskau/Kiew

Die ukrainische Armee hat nachts Ziele bis tief hinein nach Russland mit Drohnen und Raketen angegriffen. Das Verteidigungsministerium in Moskau teilte mit, 326 feindliche Drohnen seien abgefangen worden. Diese Zahl ist nicht unabhängig überprüfbar, sie spricht aber für einen großangelegten ukrainischen Angriff.

Getroffen wurde unter anderem die Raffinerie von Samara an der Wolga, wie russische Telegramkanäle berichteten. Im Gebiet Wladimir östlich von Moskau wurden nach Behördenangaben zwei Infrastrukturobjekte beschädigt. Auch dabei handelt es sich nach Berichten auf Telegram um Anlagen der Ölindustrie. 

In Tscheboksary an der Wolga sprachen die Behörden von drei Verletzten nach einem Raketenangriff. Dort könnte ein Rüstungsunternehmen das Ziel gewesen sein. Drohnenalarm wurde auch in der sibirischen Stadt Omsk ausgelöst, die 2.800 Kilometer von Kiew entfernt liegt. Omsk ist Standort der größten russischen Ölraffinerie. Es wurde aber nichts über einen tatsächlichen Angriff bekannt. 

Geschichtsmuseum in Sewastopol getroffen

In Sewastopol auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim schlug eine Drohne in ein Geschichtsmuseum ein, das Panorama der Belagerung der Stadt im Krimkrieg im 19. Jahrhundert. Der Chef der Besatzungsverwaltung, Michail Raswoschajew, sprach auf Telegram von einem gezielten Angriff auf eine Kultureinrichtung. 

Dies wäre indes untypisch für die bisherigen Angriffsmuster der ukrainischen Armee. Umgekehrt hat Russland in mehr als vier Jahren Angriffskrieg viele Museen, Theater, Bibliotheken, Schulen und Kirchen in der Ukraine bei Luftangriffen beschädigt.

Drohnenschwarm schlägt in Charkiw ein

Die russischen Drohnenangriffe in der Nacht trafen am schwersten die grenznahe ukrainische Großstadt Charkiw. Die Regionalverwaltung berichtete von 26 Einschlägen binnen kurzer Zeit. Es habe fünf Verletzte gegeben. Die ukrainische Luftwaffe zählte über Nacht 207 russische Drohnen, von denen 181 abgefangen worden sein.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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