Ukraine: Tote nach russischem Angriff auf Passagierzug

Russland überzieht die Ukraine täglich mit Angriffen aus der Luft. Nun ist nach ukrainischen Angaben ein Passagierzug mit vielen Menschen das Ziel eines Drohnenangriffs - mit schlimmen Folgen.
dpa |
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Russland schoss Drohnen auf einen Passagierzug.
Russland schoss Drohnen auf einen Passagierzug. © -/Ukrainian Emergency Service/dpa
Charkiw

Bei einem Drohnenangriff auf einen Passagierzug im Gebiet Charkiw im Osten der Ukraine sind laut Präsident Wolodymyr Selenskyj mindestens vier Menschen getötet worden. Nach vier weiteren werde noch gesucht, zwei seien verletzt worden, schrieb Selenskyj in sozialen Medien. "Es gibt und es kann keine militärische Rechtfertigung geben, um Zivilisten in einem Zugwaggon zu töten", sagte er. 

In jedem Land würde ein solcher Angriff als Terrorismus gewertet werden, schrieb Selenskyj auf der Plattform X. Er forderte mehr Druck auf Russland und dass es für seine Taten bestraft werden müsse. Auch in seiner abendlichen Videobotschaft verlangte er mehr Druck auf die russische Ölindustrie, mit der Moskau seinen Angriffskrieg finanziert.

Selenskyj zufolge waren mehr als 200 Passagiere in dem angegriffenen Zug. Zuvor hatte der ukrainische Minister für Regionalentwicklung, Olexij Kuleba, von 291 Passagieren gesprochen, die regionale Staatsanwaltschaft sprach von mehr als 155 Passagieren.

Drei Drohnen der ursprünglich iranischen Bauart Schahed schlugen Kuleba zufolge vor der Lokomotive und in einem Passagierwaggon ein. Der Zug war demnach auf der Strecke Barwinkowe-Lwiw-Tschop in Richtung Westen unterwegs.

Schon in der Vergangenheit hatte es nach russischen Angriffen immer wieder auch Tote und Schäden im Zugverkehr und an Bahnhöfen der Ukraine gegeben. Nun schilderten ukrainische Behörden einen direkten Angriff auf einen Passagierzug. Die Ukraine verteidigt sich seit fast vier Jahren gegen den russischen Angriffskrieg.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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