Ukraine-Konflikt: Merkel fordert weitere Schritte

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat im Ukraine-Konflikt weitere Schritte für eine friedliche Lösung gefordert. Zu einer Stabilisierung der Situation könne es nur kommen, wenn eine von der Führung in Kiew und den prorussischen Separatisten vereinbarte Trennlinie endlich umgesetzt werde.
| dpa
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Kiew/Berlin - Merkel habe an die russische Regierung appelliert, ihren Einfluss auf die Separatisten geltend zu machen, teilte das Bundespresseamt mit.

Die Kanzlerin hatte am Samstagabend in zwei Telefonaten mit dem ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko und mit dem kasachischen Staatschef Nursultan Nasarbajew über die Lage in der Ostukraine gesprochen. Poroschenko informierte Merkel über die Freilassung von 150 Soldaten durch die Aufständischen in der Ostukraine. Die ukrainische Führung und die Separatisten hatten sich am Mittwoch auf einen Gefangenenaustausch geeinigt. Zunächst kamen insgesamt mehr als 370 Menschen frei.

Für eine friedliche Lösung des Konflikts müssten die Grenzen kontrolliert und Kämpfer zurückgezogen werden, forderten Poroschenko und Merkel dem Präsidialamt in Kiew zufolge. Nach Darstellung des ukrainischen Militärs gab es im Bürgerkriegsgebiet in der Nacht zum Sonntag keine Kämpfe. Die Aufständischen in der Großstadt Donezk warfen den Regierungstruppen allerdings Angriffe an mehreren Orten vor.

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