Trump verkündet neue Militärkoalition gegen Kartelle

Trump ist bekannt für Kritik an etablierten internationalen Formaten - und für neue Initiativen. Dabei umgibt er sich am liebsten mit ihm wohlgesonnenen Menschen, wie nun erneut deutlich wird.
dpa |
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Trump empfängt Regierungschefs aus Lateinamerika und Karibik in Florida.
Trump empfängt Regierungschefs aus Lateinamerika und Karibik in Florida. © Mark Schiefelbein/AP/dpa
Doral

US-Präsident Donald Trump hat bei einem Treffen mit zahlreichen Regierungschefs aus Lateinamerika und der Karibik eine neue "Militärkoalition zur Ausrottung der kriminellen Kartelle" angekündigt. Kern der Vereinbarung sei der Wille, "tödliche militärische Gewalt einzusetzen, um die finsteren Kartelle und terroristischen Netzwerke zerstören", sagte Trump in Doral im US-Bundesstaat Florida. Vertreter von mehr als einem Dutzend Staaten hätten sich "Amerikas Koalition gegen Kartelle" angeschlossen. 

"So wie wir eine Koalition gebildet haben, um (die Terrorgruppe Islamischer Staat) IS im Nahen Osten zu vernichten, müssen wir jetzt dasselbe tun, um die Kartelle zu Hause zu vernichten", betonte er. Trumps Regierung hatte bereits in ihrer nationalen Sicherheits- und Verteidigungsstrategie hervorgehoben, die eigenen Interessen in der westlichen Hemisphäre priorisieren zu wollen. Damit ist meist der Doppelkontinent Amerika samt umliegender Inseln gemeint. Trump bekräftigte zuletzt mehrfach den Anspruch seines Landes auf die Vorherrschaft auf dem Doppelkontinent. 

Wer bei Trumps Treffen anwesend ist - und wer nicht

Gleichzeitig fällt Trump immer wieder mit Kritik an etablierten internationalen Organisationen auf - und mit der Gründung neuer Initiativen wie seinem umstrittenen Friedensrat. 

An dem "Schild Amerikas" getauften Treffen in Florida nahmen nun Vertreter von zwölf Ländern in Lateinamerika und der Karibik teil, die Trump nahestehen. Unter den Gästen befanden sich etwa der ultraliberale argentinische Präsident Javier Milei und der Präsident von El Salvador Nayib Bukele. Nicht vertreten waren dagegen die bevölkerungsreichsten Länder der Region, Brasilien, Mexiko und Kolumbien, die linksgerichtete Regierungen haben. 

Vor allem die mexikanischen Drogenkartelle sind für die Einfuhr von Drogen in die USA verantwortlich, aber Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum hat einen direkten Einsatz des US-Militärs in ihrem Land im Kampf gegen die Drogenkriminalität ausgeschlossen. "Die Kartelle regieren Mexiko, wir können sie nicht dulden", sagte Trump.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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