Trump hat erstmals Venezuelas Präsidentin getroffen

Im Januar nahmen die USA Venezuelas langjährigen Staatschef Maduro gefangen und das Öl des Landes ins Visier. Jetzt traf sich Trump erstmals persönlich mit Venezuelas geschäftsführender Präsidentin.
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US-Präsident Donald Trump hat sich erstmals persönlich mit Venezuelas amtierender Präsidentin Delcy Rodríguez getroffen. (Archivbild)
US-Präsident Donald Trump hat sich erstmals persönlich mit Venezuelas amtierender Präsidentin Delcy Rodríguez getroffen. (Archivbild) © Julia Demaree Nikhinson/AP/dpa
New York

US-Präsident Donald Trump und Venezuelas geschäftsführende Präsidentin Delcy Rodríguez haben sich erstmals persönlich getroffen. "Wir haben ein historisches Treffen mit dem Präsidenten der Vereinigten Staaten, Donald Trump, abgehalten und mit ihm über die Stärkung der bilateralen Beziehungen zwischen unseren Ländern gesprochen", schrieb Rodríguez auf der Plattform X. Dazu veröffentlichte sie ein Foto, das sie gemeinsam mit Trump lächelnd zeigt. 

Treffen am Rande der UN-Generaldebatte

Das Gespräch fand am Dienstagabend am Rande der UN-Generaldebatte in New York unter Ausschluss der Presse statt. US-Außenminister Marco Rubio bezeichnete die Begegnung als kurz, aber wichtig. Die USA wollten Venezuela demnach beim wirtschaftlichen Wiederaufbau und bei der Herstellung von Stabilität unterstützen, zugleich sollten die Voraussetzungen für freie und faire Wahlen geschaffen werden.

Rodríguez zufolge ging es bei dem Gespräch unter anderem um eine engere Zusammenarbeit in den Bereichen Energie, Bergbau und Sicherheit. Sie dankte Trump und seiner Regierung zudem für die Unterstützung nach den schweren Erdbeben in Venezuela Ende Juni sowie für die Unterstützung bei der Wiedereingliederung ihres Landes in multilaterale Organisationen.

Annäherung nach Maduros Sturz

Die USA hatten Anfang des Jahres bei einem Angriff auf Venezuela den autoritären Staatschef Nicolás Maduro und dessen Ehefrau gefangengenommen. Beide sitzen derzeit in einem New Yorker Gefängnis wenige Kilometer vom UN-Gebäude entfernt, in dem das Treffen stattfand. Ihnen soll wegen angeblicher Verwicklung ins internationale Drogengeschäft der Prozess gemacht werden.

Rodríguez war zuvor Vizepräsidentin unter Maduro und übernahm danach als geschäftsführende Präsidentin die Führung des südamerikanischen Landes. Seitdem arbeitet Venezuela enger mit den USA zusammen, die die riesigen Ölvorkommen des Landes zu ihren Gunsten nutzen wollen. Ende vergangenen Monats hatte Trump mitgeteilt, dass dazu eine Absprache mit Rodríguez getroffen worden sei: Über ein privates Unternehmen hätten sich die USA die mehrheitliche Kontrolle über mehr als 65 Milliarden Barrel Ölreserven gesichert. Das entspricht rund einem Fünftel der geschätzten Vorkommen Venezuelas.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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