Trump will Dialog zwischen muslimischen Staaten und Israel

Trump hat ein mögliches Rahmenabkommen mit Iran für ein Ende des Krieges angekündigt. Unterschrieben ist noch nichts. Jetzt bringt der Präsident ein weiteres Abkommen ins Spiel.
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Trump will, dass noch mehr Länder beitreten (Archivbild).
Trump will, dass noch mehr Länder beitreten (Archivbild). © Alex Brandon/AP/dpa
Washington

Mitten in den Verhandlungen um ein Rahmenabkommen zum Iran-Krieg wirbt US-Präsident Donald Trump für eine diplomatische Annäherung zwischen muslimisch geprägten Ländern und Israel. Trump forderte in einem Post auf Truth Social Saudi-Arabien, Katar, Pakistan, die Türkei, Ägypten und Jordanien auf, den sogenannten Abraham Abkommen beizutreten, bei denen Länder festhalten, ihre Beziehung zu Israel normalisieren zu wollen. Saudi-Arabien und Katar sollten demnach mit einem Beitritt beginnen und alle anderen dem Beispiel folgen.

Trump ging sogar so weit, dass er sich vorstellen könne, den Iran einzubinden. Falls Iran ein Abkommen mit den USA unterzeichne, wäre es eine "Ehre", auch Iran Teil einer "beispiellosen Weltkoalition" werden zu lassen, schrieb Trump.

Abkommen galt damals als historisch

Trump hatte die Abraham-Abkommen 2020 während seiner ersten Amtszeit auf den Weg gebracht. Das galt damals als historischer Durchbruch. Das Abkommen wurde nach der biblischen Figur Abraham benannt, weil dieser auch für die Verbindung von Weltreligionen steht. Bei den Abkommen geht es um die Förderung von Toleranz, einen Abbau von Radikalisierung und Konflikten und eine Vision hin zu Sicherheit, Wohlstand und Frieden im Nahen Osten. In der Folge begannen die Vereinigten Arabischen Emirate, Bahrain, Marokko und der Sudan, ihre Beziehungen zu Israel zu normalisieren.

Vor einiger Zeit schloss sich auch das muslimisch geprägte Kasachstan dem Abkommen an. Das galt jedoch als symbolischer Schritt, weil die frühere Sowjetrepublik bereits seit Jahrzehnten diplomatische Beziehungen zu Israel unterhält.

Beitreten gilt als unrealistisch

Ein Beitreten der von Trump vorgeschlagenen Staaten gilt zum jetzigen Zeitpunkt als weitgehend unrealistisch und wird von Beobachtern als Teil seiner bekannten Verhandlungstaktik des maximalen Drucks eingestuft. Saudi-Arabien knüpft eine Normalisierung weiterhin an unumkehrbare Schritte hin zu einem palästinensischen Staat. Auch ein Beitritt Katars gilt als politisch ausgeschlossen. Der Golfstaat positioniert sich international als neutraler Vermittler. Doha pflegt auch Beziehungen zur Hamas und setzt auf ein Image als Unterstützer der palästinensischen Sache. Eine Normalisierung mit Israel würde diese strategische Vermittlerrolle zerstören. Als völlig utopisch gilt die Forderung mit Blick auf den Iran selbst, dessen Staatsdoktrin auf der Feindschaft zu Israel fußt.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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