Triebgesteuerter IWF

Die AZ-Redakteurin Angela Böhm über IWF-Chef Strauss-Kahn.
| Angela Böhm
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Vielleicht hat er ja ein Alibi. Und wenn nicht? Es ist kaum zu glauben: Von einem offenbar unterleibsgesteuerten IWF-Chef hängt es ab, ob die Probleme der hochverschuldeten Euro-Staaten Griechenland, Irland und Portugal noch größer werden. Gestern Abend sollte Dominique Strauss-Kahn in Brüssel mit den Euro-Finanzministern nach einer Lösung suchen.

Doch der sitzt bekanntlich wegen des Vorwurfes der versuchten Vergewaltigung und sexuellen Nötigung in New York hinter Gittern. Außer ihm soll sich beim Internationalen Währungsfonds in Washington niemand so recht auskennen mit den drei Pleiteländern im fernen Europa. Als Schwerenöter ist der 62-Jährige Franzose schon lange bekannt. Versuchte Vergewaltigung ist aber, wenn sie ihm tatsächlich nachgewiesen wird, ein Straftatbestand. Es soll nicht sein erster Versuch gewesen sein und Strauss-Kahn die Grenzen schon öfter überschritten haben.

Der Schriftsteller Tom Wolfe hatte im „Fegefeuer der Eitelkeiten“ die Banker als triebhafte und fremdgehende „Herren des Universums“ beschrieben. Noch immer regiert übers Geld rund um den Globus eine reine Männerwelt. Die Chefs des IWF und ihre Stellvertreter waren seit der Gründung vor 65 Jahren ausschließlich Herren. Darunter auch Horst Köhler, unser späterer Bundespräsident. Vielleicht ist die Zeit beim IWF jetzt reif für eine Frau. Frauen können eh nicht nur besser mit Geld umgehen. Sie lassen sich von ihrem Kopf steuern.

 


 

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