Tote bei Konfrontation an indisch-chinesischer Grenze

Nach einem bewaffneten Zusammenstoß zwischen Truppen an der umstrittenen Grenze zwischen China und Indien sind mindestens 20 indische Soldaten tot.
| dpa
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Auf einer Straße im indischen Ahmedabad wird ein Foto des chinesischen Präsidenten Xi Jinping verbrannt.
Ajit Solanki/AP/dpa/dpa Auf einer Straße im indischen Ahmedabad wird ein Foto des chinesischen Präsidenten Xi Jinping verbrannt.

Neu Delhi - Nach einem bewaffneten Zusammenstoß zwischen Truppen an der umstrittenen Grenze zwischen China und Indien sind mindestens 20 indische Soldaten tot.

17 von ihnen seien gestorben, nachdem sie beim Vorfall von Montagnacht schwer verwundet wurden sowie Temperaturen von unter Null Grad und großer Höhe ausgesetzt waren, wie ein indischer Armeesprecher am Dienstagabend mitteilte. Bei der gewaltsamen Auseinandersetzung habe es auch chinesische Opfer gegeben, schrieb der Chefredakteur der staatlichen chinesischen Zeitung "Global Times" auf Twitter.

Es sollen die ersten Toten seit Jahrzehnten an der umstrittenen Grenze der beiden großen Nachbarländern sein, wie indische Medien berichten.

Zwischen den zwei Nuklearmächten mit den größten Bevölkerungen der Welt gibt es seit Wochen verstärkte Spannungen. Tausende Soldaten stehen sich an in der Grenzregion Ladakh im Himalaya gegenüber, es gab kürzlich mehrere Verletzte nach Faustkämpfen und Steinwürfen.

China und Indien hatten 1962 einen kurzen Krieg um ihre Grenze im Himalaya geführt, den China gewann. Seither gibt es immer wieder Zwischenfälle, die aber meist ohne Opfer verliefen und durch Gespräche gelöst werden konnten. Der Grenzverlauf ist nach wie vor nicht geklärt. Auch US-Präsident Donald Trump hatte kürzlich angeboten, in dem Konflikt zu vermitteln, was die Nachbarländer nicht wollten.

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